Ein 18-jähriger BMW-Fahrer hat am Mittwoch in Berlin-Gesundbrunnen drei Polizisten verletzt, als diese ihn nach einer rücksichtslosen Fahrt durch den Berufsverkehr stoppen wollten. Der junge Mann war mit einem BMW 318 d (150 PS) gegen 16 Uhr in der Badstraße unterwegs, als er einer zivilen Polizeistreife durch deutliches Überschreiten der Tempo-30-Zone auffiel. Laut Polizei scherte er permanent über beide Fahrspuren aus und ein, sodass mehrere Autofahrer abbremsen oder ausweichen mussten, um eine Kollision zu vermeiden.
Fast einen Radfahrer überfahren
„Bei der Weiterfahrt mit deutlich zu hohem Tempo und auf regennasser Fahrbahn gefährdete er mehrere Verkehrsteilnehmer, unter anderem einen Radfahrer, mit dem es fast zu einem Zusammenstoß kam“, erklärte ein Polizeisprecher. Der Raser setzte seine Fahrt fort, bis die Beamten ihn an der Kreuzung Brunnenstraße und Gustav-Meyer-Allee stoppen konnten. Dort wurde ihm die Weiterfahrt untersagt.
Festnahme mit Gewalt
Bei der Überprüfung seiner Identität wurde der Deutsch-Amerikaner handgreiflich. Er schlug und trat nach den Polizisten, sodass diese ihn mit Gewalt zu Boden bringen und fesseln mussten. Drei Beamte wurden dabei verletzt, eine Beamtin musste ihren Dienst vorzeitig beenden. Einen Führerschein hatte der 18-Jährige nicht bei sich, besitzt aber einen. Atemalkohol- und Drogentests vor Ort verliefen negativ. Das Auto gehört einer Familienangehörigen.
Vorläufig entlassen trotz schwerer Vorwürfe
Gegen den Raser laufen Anzeigen wegen eines verbotenen Autorennens, Straßenverkehrsgefährdung, Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.



