Monatelang hörten Ermittler Telefone ab, lasen Chats mit – dann schlugen sie zu: In einem Keller in Remscheid fanden sie ein gigantisches Waffenlager, durchsuchten jeden Winkel. Doch nun wird klar: 100 Skorpion-Maschinenpistolen sind spurlos verschwunden. Am Landgericht Wuppertal steht die Waffen-Mafia vor Gericht.
Die Suche nach den verschwundenen Waffen
Die Staatsanwaltschaft sucht fieberhaft nach den 100 Skorpion-Maschinenpistolen, die aus dem Waffenlager in Remscheid verschwunden sind. Die Ermittler befürchten, dass die Waffen bereits an deutsche Gangster verkauft wurden. „Wir gehen davon aus, dass diese Waffen in kriminellen Kreisen gelandet sind“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Details aus dem Prozess
Der Prozess am Landgericht Wuppertal offenbart die Dimension des Waffenhandels. Die Angeklagten sollen Teil einer international agierenden Waffen-Mafia sein. In dem Keller in Remscheid wurden neben den Skorpion-Maschinenpistolen auch zahlreiche andere Waffen und Munition sichergestellt. Die Ermittler hatten die Gruppe monatelang observiert und abgehört.
Gefahr für die Öffentlichkeit
Die verschwundenen Maschinenpistolen stellen eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. „Jede dieser Waffen kann in kriminellen Händen verheerende Schäden anrichten“, warnte ein Sicherheitsexperte. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, um die Waffen zu finden und die Hintermänner zu fassen.
Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Die Angeklagten müssen sich wegen bandenmäßigen Waffenhandels und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihnen langjährige Haftstrafen.



