Stefan Evers muss Momentum nutzen: Berliner CDU vor Herausforderung
Stefan Evers muss Momentum nutzen: Berliner CDU

Die Berliner CDU hat mit der Nominierung von Finanzsenator Stefan Evers zum neuen Spitzenkandidaten einen Neustart eingeläutet. Doch die Euphorie über die Personalentscheidung wird von einer ernüchternden Erkenntnis begleitet: Viele Berlinerinnen und Berliner kennen Evers noch gar nicht. Dies berichtet Peter Schink, Chefredakteur der Morgenpost, in seinem Kommentar.

Herausforderung Bekanntheitsgrad

In Gesprächen mit Menschen in der Stadt über den neuen Spitzenkandidaten schwang nach Angaben des Chefredakteurs viel Respekt mit, sowohl bei Kritikern als auch Befürwortern. Gleichzeitig wurde jedoch stets ein weiteres Thema angesprochen: Stefan Evers müsse sich in den kommenden Wochen bekannt machen. Der neue Generalsekretär Lukas Krieger kündigte im Gespräch mit Hans Cord Hartmann an, es gehe jetzt darum, nicht nur Plakate auszutauschen. Krieger formulierte: „Wir müssen deutlich mehr machen, als einfach nur das Bild von Wegner gegen das Bild von Evers auszutauschen.“ Es brauche eine Erzählung, die zu Evers passe.

Wofür steht der neue Kandidat?

Krieger räumte ein, dass Kai Wegner mehr Bürgernähe nachgesagt worden sei als dem Finanzsenator. Dies sei bislang aber auch nicht dessen Rolle gewesen. Evers habe nun die Chance, das Momentum zu nutzen. Die Stimmung in der Partei und bei ihren Unterstützern sei wieder deutlich besser. Er müsse hoffen, dass die nächste Umfrage für die CDU wieder besser ausfalle.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weitere Themen des Tages

Die Berliner Wirtschaftsförderung präsentiert ihre Halbjahreszahlen. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) lädt zu dem Termin in die Google-Zentrale in Mitte ein – ein Ort, der wohl nicht zufällig gewählt ist. Beim Kriminalgericht beginnt der Prozess gegen vier Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren, die Besucher von Spielbanken ausgespäht und überfallen haben sollen. Die Anklage listet sechs Taten auf. Zudem wird die neue XXL-Tram auf der Linie M4 präsentiert.

Abgründe und Kriminalität

Ein 68-jähriger Mann aus Lichtenberg soll 58 Frauen vergewaltigt haben. Die Dimension des mutmaßlichen Verbrechens ist nach Einschätzung der Autoren Alexander Rothe und Laura Wagener unfassbar groß. Der Eiskellerweg, einer der kühlsten Orte Berlins, war Schauplatz der Vorstellung des sogenannten „Grün-Feucht-Kühl-Index 2026“, der sich mit der Kühlung der Großstadt im Sommer beschäftigt. Das Jüdische Krankenhaus hat einen neuen Träger gefunden und ist damit vorerst gerettet, doch die Freude ist verhalten, wie Max Pribilla berichtet. Bei den Zahnärzten gibt es Streit: Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung hat ihren Vorsitzenden zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren abgewählt, so Julian Würzer.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration