Ukraine darf EU-Kredit für chinesische Drohnenteile nutzen
Ukraine: EU-Kredit für chinesische Drohnenteile erlaubt

Die Ukraine darf einem Zeitungsbericht zufolge Mittel aus einem EU-Verteidigungskredit für den Kauf von Drohnenbauteilen aus China verwenden. Die Regierung in Kiew habe eine Ausnahmeregelung für einen Teil einer Tranche im Volumen von sechs Milliarden Euro erhalten, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Reuters konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Russland wehrt Massenangriff ukrainischer Drohnen ab

Russland wehrt nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin binnen 24 Stunden einen Angriff mit 340 ukrainischen Drohnen auf die Hauptstadtregion ab. Die meisten seien von der Flugabwehr weit vor der Stadt neutralisiert worden, schreibt Sobjanin auf Telegram. Mehr als 50 Drohnen seien auf dem Weg nach Moskau zerstört worden. Zuletzt hatten die russischen Streitkräfte ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew verstärkt. Eine ukrainische Stellungnahme zu dem konkreten Angriff liegt zunächst nicht vor.

Russland attackiert weitere Frachter vor Odessa

Das russische Militär hat zwei weitere zivile Frachter bei der südukrainischen Hafenstadt Odessa im Schwarzen Meer angegriffen. „Infolge der Attacke kam der Kapitän eines der Schiffe ums Leben“, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Odessa, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Von elf Besatzungsmitgliedern seien drei verletzt worden. Die Schiffe sind demnach unter den Flaggen Tansanias und Liberias gefahren.

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Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte in einer Mitteilung bei Telegram Angriffe auf zwei Trockenfrachter, die auf dem Weg in den Hafen Odessa gewesen seien. Zudem seien weitere drei ankernde Frachter im Hafen mit Kampfdrohnen angegriffen worden. Den russischen Angaben nach haben die Schiffe militärische Güter transportiert.

In den vergangenen Tagen hat die Ukraine in ihrem seit Februar 2022 andauernden Abwehrkrieg Drohnenangriffe auf Tanker und Frachter vor allem im Asowschen Meer, einem Nebenmeer des Schwarzen Meeres, durchgeführt. Nach ukrainischen Angaben sind dabei bereits mehr als 100 Schiffe angegriffen worden. Russland weitete daraufhin seine Angriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur und ukrainische Häfen anlaufenden Schiffe aus.

Mehr zivile Tote in der Ukraine – Kiew verlängert Kriegsrecht

In der von Russland angegriffenen Ukraine steigen die zivilen Opferzahlen den fünften Monat in Folge. Im Juni wurden einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge 293 Zivilisten getötet. Weitere 1990 seien verletzt worden. Seit Kriegsbeginn sind der Zählung der Experten zufolge mehr als 16.400 Zivilisten getötet und über 48.600 verletzt worden.

Der überwiegende Teil der Opfer wurde den Angaben nach in den von der Regierung kontrollierten Gebieten erfasst. Allerdings haben die UN-Experten zu den russisch besetzten Gebieten der Ukraine keinen Zugang. Zivile Opfer in den von der russischen Armee 2022 eroberten und stark zerstörten Städten Mariupol, Lyssytschansk, Popasna und Sjewjerodonezk in der Ostukraine seien daher nur unzureichend dokumentiert.

Vor dem Hintergrund der andauernden Kämpfe hat das Parlament in Kiew das seit dem russischen Einmarsch geltende Kriegsrecht und die Mobilmachung um weitere 90 Tage verlängert. Für die beiden von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereichten Gesetze stimmte jeweils eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Nach der schnell erwarteten Unterschrift von Selenskyj gelten beide Maßnahmen dann bis Ende Oktober.

Ukraine: Haben russisches Grenzschutzboot versenkt

Die ukrainische Marine hat nach eigenen Angaben mit einer Seedrohne ein Schiff des russischen Grenzschutzes im Schwarzen Meer versenkt. Zum Einsatz gekommen sei ein unbemanntes Schnellboot des Typs Sargan-3000, teilten die Seestreitkräfte auf Facebook mit. An Bord des russischen Schiffs habe es Tote und Verletzte gegeben.

Das Gefecht fand demnach vor der russischen Küste bei Noworossijsk statt. Aus Russland gab es keine Bestätigung für die Angaben. Dem ukrainischen Bericht zufolge handelte es sich um die 62,5 Meter lange „Isumrud“, die wie alle Einheiten des russischen Grenzschutzes dem Inlandsgeheimdienst FSB untersteht.

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Nach Medienberichten war das Schiff 2018 im Einsatz gewesen, um einen Durchbruch ukrainischer Marineboote durch die Straße von Kertsch zu verhindern. Die Ukrainer wollten damit zeigen, dass sie trotz der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland 2014 weiter das Recht auf freie Passage in das Asowsche Meer haben. Die russischen Kräfte stoppten die ukrainischen Boote, nahmen 24 Seeleute vorübergehend gefangen, sechs von ihnen wurden verletzt.

Polen fängt russisches Aufklärungsflugzeug ab

Polnische Kampfjets haben nach Militärangaben ein russisches Aufklärungsflugzeug Iljuschin Il-20 dicht vor der Ostseeküste Polens abgefangen. „Das ist der erste russische Versuch seit langem, sich unserer Küste zu nähern, um die Flugabwehr auszukundschaften“, teilte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz in Warschau mit. Russland teste die Nato aus, sagte er der Nachrichtenagentur PAP zufolge.

Seinen Angaben nach flog die russische Maschine über internationalen Gewässern etwa 30 Kilometer vor der Hafenstadt Ustka (früher Stolpmünde) in Pommern. Nach einer Warnung habe die Il-20 abgedreht und sei Richtung Russland geflogen. Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll.

Chef von ukrainischem Rüstungskonzern Ukroboronprom tritt zurück

Der Chef des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom, Herman Smetanin, ist zurückgetreten. Dies geschah eine Woche nach einem russischen Angriff auf ein Lager des Unternehmens in der Region Kiew, der Explosionen mit mehreren Todesopfern auslöste. Smetanin nannte am Dienstag keinen Grund für seine Entscheidung. Zum kommissarischen Nachfolger wurde der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Serhij Bojew ernannt, wie der Konzern mitteilte. Ein Auswahlverfahren für einen neuen Chef sei eingeleitet worden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach dem russischen Angriff vom 6. Juli erklärt, dass Verantwortliche des Rüstungskonzerns zur Rechenschaft gezogen würden. Anfang des Monats wurden zwei weitere hochrangige Führungskräfte von Ukroboronprom entlassen. Der Staatskonzern vereint rund 100 Waffenhersteller des Landes. Die ukrainische Rüstungsindustrie ist während des mehr als vier Jahre andauernden russischen Angriffskriegs stark gewachsen; die jährliche Produktionskapazität wird inzwischen auf rund 50 Milliarden Dollar geschätzt.

Ukrainisches Parlament nimmt Rücktritt von Ministerpräsidentin Swyrydenko an

Das ukrainische Parlament hat den Rücktritt von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko angenommen. Die 40-jährige Ökonomin legte ihr Amt nach einem Jahr auf Bitten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nieder. Mit dem Ausscheiden Swyrydenkos tritt am Dienstag verfassungsgemäß die gesamte Regierung zurück. Selenskyj begründete die Regierungsumbildung kaum und erklärte lediglich, die Ukraine ändere ihren politischen Kurs und benötige neues Personal. Einige Abgeordnete äußerten im Parlament Unbehagen über den abrupten Wechsel.

Swyrydenko hatte das Amt vor einem Jahr übernommen, nachdem ein Korruptionsskandal die ukrainische Führung erschüttert hatte. Kritiker warfen ihr vor, nicht entschlossen genug gegen Bestechlichkeit vorgegangen zu sein. Der Oppositionsabgeordnete Jaroslaw Schelesnjak von der Holos-Partei kritisierte die Bilanz der scheidenden Regierung: „Uns wurden jeden Tag Ergebnisse versprochen. Die Regierung hat dieses Versprechen gehalten: jeden Tag Präsentationen, jeden Tag Pressekonferenzen und jeden Tag ein neuer Verdächtiger in einem Korruptionsfall.“

Polen kündigt erste Manöver der „Koalition der Willigen“ an

Erste Militärmanöver der „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine sollen in diesem Herbst in Polen stattfinden. Das kündigte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk in Paris an, nachdem die Staatengruppe am Vortag in der französischen Hauptstadt getagt hatte. Tusk nannte Truppen aus Frankreich und Großbritannien als internationale Teilnehmer. Die polnischen Streitkräfte seien Teilnehmer und Gastgeber.

Die Manöver sollten die Koalition auf „konkrete Sicherheitsgarantien für die Ukraine, aber auch für die Region vorbereiten“, sagte Tusk der Nachrichtenagentur PAP zufolge. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montag erstmals von gemeinsamen Übungen gesprochen.

Die sogenannte Koalition der Willigen plant eine multinationale, von Europa geführte und von den USA unterstützte Truppe. Sie soll nach einem Ende des russischen Angriffskrieges helfen, die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten. Die Bemühungen um ein Kriegsende sind aber seit Monaten festgefahren.

Russland: Ukrainischer Drohnenangriff auf Raffinerie im Ural

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge die petrochemische Großanlage Salavat im Ural mit Drohnen angegriffen. Die wichtigsten Anlagen sind dem Regionalgouverneur Radij Chabirow zufolge unbeschädigt. Er erwarte, dass die Anlage in wenigen Tagen wieder die normale Betriebskapazität erreiche, teilt Chabirow auf Telegram mit.

Das ukrainische Militär erklärt, es habe in der Nacht Salavat und die Afipsky-Raffinerie im Süden Russlands attackiert. Die zu Gazprom gehörende Anlage in Salavat verarbeitete Branchenkreisen zufolge im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Tonnen Öl. Dies entspricht etwa 2,7 Prozent der gesamten russischen Ölraffineriekapazität.

Kreml kritisiert Merz für geplante Sicherheitsgarantien an Kiew

Der Kreml hat Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine kritisiert. „Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands zu formulieren, ist unmöglich“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Aussagen von Merz zeugten davon, dass die Europäer in einer Sackgasse stecken. Sollten die Europäer davon tatsächlich überzeugt sein, „dann schließt das die Teilnahme der europäischen Länder am Prozess der Regulierung aus“, sagte Peskow.

Stein des Anstoßes ist offenbar ein Satz von Merz auf der Pressekonferenz beim Treffen der sogenannten Koalition der Willigen. Der Bundeskanzler hatte dort die Erfolge des ukrainischen Militärs in den vergangenen Wochen hervorgehoben und erklärt, dass dies Chancen auf einen Frieden biete. Die Koalition wolle auch nach einem Waffenstillstand einen Beitrag für die Sicherheit der Ukraine leisten. „Wie wir im Einzelnen unsere Sicherheitsgarantien ausgestalten, das werden die Ukraine und ihre Partner entscheiden, nicht Moskau“, sagte Merz.

Russland hält unangekündigt Schießübungen an Grenze zu Estland ab

Russland hat nach Angaben von Estland unangekündigte Schießübungen auf dem Peipussee durchgeführt. Nur wenige Kilometer von der Grenze zu dem baltischen EU- und Nato-Land hätten russischen Einheiten erstmals eine Übung mitten auf dem See abgehalten. „Das ist definitiv nicht typisch. Russland hat bisher keine Aktivitäten mit Waffen auf dem Peipussee durchgeführt. Insofern ist das etwas Neues“, sagte Verteidigungsminister Hanno Pevkur estnischen Medienberichten zufolge. Der estnische Grenzschutz sei nicht informiert worden, habe die Lage aber überwacht und verfolgt.

Ukraine: Russen haben nahe Odessa ziviles Schiff angegriffen

Russische Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ein ziviles Schiff nahe dem Schwarzmeerhafen Odessa angegriffen. Das teilt der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletentschuk, der Nachrichtenagentur Reuters mit. Verletzte gibt es demnach nicht.

EU treibt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine voran

Bei einem Treffen von Vertretern beider Seiten wurden in Brüssel Gespräche zum Themenbereich Außenbeziehungen aufgenommen, wie die derzeitige irische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. In ihnen geht es zum Beispiel um die Handelspolitik sowie die Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Der deutsche Europastaatsminister Gunther Krichbaum (CDU) sagte am Rande der Beitrittskonferenz, es gelte, das positive Momentum zu nutzen. Vor der Ukraine liege noch ein langer Weg, die Bundesregierung setze sich aber weiter für eine stufenweise Integration mit einer sogenannten assoziierten Mitgliedschaft als Zwischenstufe ein. Dies bedeute, dass die Ukraine zum Beispiel eine Beobachterrolle im Rat der Mitgliedstaaten und im Europäische Parlament bekommen könnte.

Nach Angriffen im Asowschen Meer – Russland prüft neue Frachtrouten

Bei ukrainischen Drohnenangriffen werden im Asowschen Meer nach Angaben aus Kiew elf russische Schiffe getroffen. Unter den Zielen seien fünf Tanker, fünf Frachtschiffe und ein Schlepper, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, via Telegram mit. Damit steige die Zahl der in den vergangenen neun Tagen getroffenen Schiffe auf 116.

Russland erwägt eine Umleitung seiner Frachttransporte. Das Verkehrsministerium in Moskau teilt mit, Güter von Frachtschiffen könnten auf andere Verkehrsmittel und Routen verlagert werden. Zugleich ergreife man alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit der Schiffe in dem Gewässer zu gewährleisten. Das Landwirtschaftsministerium betont, die verstärkten Angriffe auf Frachter würden weder die russischen Exportkapazitäten noch die Versorgung des heimischen Lebensmittelmarktes beeinträchtigen.

Ukraine attackiert russische Raffinerie nahe dem Uralgebirge

Die Ukraine hat in der Nacht eine Raffinerie in der russischen Teilrepublik Baschkortostan in der Nähe des Uralgebirges angegriffen. Eine massive Attacke auf das Industriegebiet in Salawat bestätigte Republikchef Radij Chabirow bei Telegram. „Es gibt einige Rauchherde, die durch das Herabstürzen von Drohnentrümmern hervorgerufen wurden“, schrieb er. Tote und Verletzte gibt es seinen Angaben nach nicht. Die Feuerwehr sei beim Löschen. Medienberichten zufolge sind die Brände in der Ölverarbeitungsanlage ausgebrochen.

Salawat liegt mehr als 1.400 Kilometer von der Front entfernt. Die zum Ölkonzern Gazpromneft gehörende Raffinerie hat eine Verarbeitungskapazität von mehr als sieben Millionen Tonnen Rohöl im Jahr. Im September 2025 wurde sie bereits zweimal angegriffen. Nach Angaben Chabirows arbeitete sie anschließend aber weiter störungsfrei.

Drohnentrümmer lösen Brand in russischer Ölraffinerie aus

In der südrussischen Region Krasnodar haben herabstürzende Drohnentrümmer nach Angaben der örtlichen Rettungsdienste einen Brand in einer Ölraffinerie ausgelöst. Die herabfallenden Trümmer beschädigten demnach auch mehrere Privathäuser, einen Wohnblock sowie ein Gebäude an einem Bahnübergang. Eine Person sei verletzt worden, heißt es weiter.

Russland greift Kiew und weitere ukrainische Städte an

Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen an. Nach Angaben von Behördenvertretern werden dabei Brände in mehreren Stadtteilen ausgelöst. Im Bezirk Holosiivskyi stehen zwei Lagerhallen in Flammen. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge brennen zudem Autos, nachdem Drohnenteile in einem östlichen Vorort niedergegangen sind. Opfer werden aus der Hauptstadt zunächst nicht gemeldet.

Auch andere Städte sind Ziele der Angriffe. In Saporischschja werden bei einem Drohnenangriff den Rettungsdiensten zufolge elf Menschen verletzt. In der Region Charkiw gibt es nach Angaben des Gouverneurs sechs Verletzte. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Koalition der Willigen stellt Unterstützertruppe für die Ukraine bereit

Die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine plant in den kommenden Monaten gemeinsame Manöver in Nachbarländern der Ukraine. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron nach Beratungen in Paris mit Bundeskanzler Friedrich Merz, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem britischen Premierminister Keir Starmer mitteilte, sollen die Übungen unter anderem zeigen, „dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind - zu Land, in der Luft und zur See“.

Die Koalition verfüge nun über eine multinationale Truppe für die Ukraine, die einsatzbereit sei, so Macron. Die Übungen in den ukrainischen Nachbarländern sollten Einsatzpläne testen. Die Truppe soll einer Erklärung von Anfang des Jahres zufolge als Abschreckung dienen und in Friedenszeiten die ukrainischen Streitkräfte unterstützen - etwa bei der Ausbildung junger Soldaten oder der Sicherung des Luftraums und der Seegebiete.

Russische Behörden melden sieben Tote nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden in den russisch besetzten Gebieten der Ost- und Südukraine mindestens sieben Zivilisten getötet worden. Weitere 18 seien verletzt worden, teilten die von Moskau eingesetzten Gebietsverwaltungen bei Telegram mit. Der Großteil der Angriffe galt demnach Lastkraftwagen und Autos. Unter den Toten sind demnach ein Lkw-Fahrer und die Fahrer von zwei Autos. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Keine Einigung bei EU-Außenministertreffen zu neuen Russland-Sanktionen

Die EU-Staaten haben bei einem Außenministertreffen in Brüssel keine Einigung auf ein neues großes Paket mit Russland-Sanktionen erzielen können. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte im Anschluss an die Beratungen, sie bedauere dies. Man sei aber „recht nah“ an einer Verständigung. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten beraten bereits seit Wochen über Vorschläge der Kommission für neue Strafmaßnahmen gegen Russland.

Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor. Um Russlands Einnahmen aus Ölexporten zu begrenzen, ist geplant, die turnusmäßige Anpassung der Ölpreisobergrenze vorerst auszusetzen.

Wadephul: „Wir nehmen Russlands schändliches Verhalten nicht hin“

Nach der Einbestellung des russischen Botschafters in das Auswärtige Amt wegen russischer Cyberangriffe hat Außenminister Johann Wadephul weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen. „Wir nehmen Russlands schädliches Verhalten nicht hin“, sagte der CDU-Politiker in Brüssel. „Russlands Geheimdienst FSB hat Angriffe gegen Deutschland, die Ukraine und viele weitere EU-Partner zu verantworten.“ Daher habe er die Einbestellung des russischen Botschafters veranlasst. „Und ich sage ganz klar: Wir behalten uns auch weitere Schritte vor.“

Ukraine und europäische Staaten gründen Raketenabwehr-Koalition

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und sechs weitere europäische Staaten vereinbaren mit der Ukraine den Aufbau einer Koalition für eine integrierte Raketenabwehr. Dies teilt das französische Präsidialamt mit. Der Schutz Europas erfordere eine umfassende Architektur zur Raketenabwehr, um künftige Angriffe abzuschrecken und abzuwehren, heißt es in der Erklärung. Das neue Bündnis solle bestehende Systeme der beteiligten Länder ergänzen.

Die weiteren Unterzeichner sind Dänemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien und Schweden. In einer Mitteilung hieß es: „Unser Ziel ist es, eine gemeinsame Fähigkeit zur Abwehr ballistischer Raketen für Europa aufzubauen.“ Die Koalition will dabei auf die Erfahrungen Kiews im Abwehrkampf gegen Russland zurückgreifen.

Wadephul hält Norwegen für essenziellen Wirtschaftspartner Deutschlands

Außenminister Johann Wadephul reist zu Gesprächen nach Norwegen und im Anschluss nach Finnland. Vor seiner Abreise aus Brüssel bezeichnet er Norwegen als unverzichtbaren Sicherheits-, Werte- und Wirtschaftspartner Deutschlands. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine müsse die Nato ihre Abschreckung und Verteidigung an der Nord- und Ostflanke neu ausrichten. Wadephul verweist zudem auf wachsende russische und chinesische Aktivitäten in der Arktis. In Norwegen will der Minister unter anderem das operative Hauptquartier der norwegischen Streitkräfte in Reitan besuchen.

Ukrainischer Offizier beauftragte offenbar Mord an Zivilisten

In der Ukraine soll ein ranghoher Ex-Offizier Soldaten seiner Einheit zur Entführung und Ermordung zweier Zivilisten angestiftet haben. Der ehemalige Kommandeur der 155. mechanisierten Brigade wurde in Kiew festgenommen, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf dem Portal X mitteilte. Bislang gebe es in dem Fall zehn Festnahmen.

Die Opfer stammten demnach aus dem Ort Kalyniwka bei Kiew, der Offizier hatte privat Streit mit ihnen. Sie wurden entführt und im Gebiet Poltawa getötet. „Dieser Fall geht über einen einzelnen Ort oder die Region Kiew hinaus“, schrieb Selenskyj. „Es ist für das ganze Land wichtig, die vollständige Wahrheit herauszufinden und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“