T-Rex-Skelett „Gus“ erzielt Rekordpreis von 50,1 Millionen Dollar bei Auktion
T-Rex-Skelett „Gus“ erzielt Auktionsrekord von 50,1 Mio. Dollar

Das Skelett des Tyrannosaurus Rex mit dem Spitznamen „Gus“ hat bei einer Auktion in New York einen Rekordpreis von 50,1 Millionen Dollar (etwa 43,8 Millionen Euro) erzielt. Nach einem zehnminütigen Bieterkampf zwischen sieben Interessenten ersteigerte ein anonymer Käufer das Fossil im Auktionshaus Sotheby's. Damit ist „Gus“ das teuerste Dinosaurierfossil, das jemals versteigert wurde.

Eines der größten und besterhaltenen T-Rex-Skelette

„Gus“ ist 11,6 Meter lang und zählt zu den größten je entdeckten Skeletten seiner Art. Mit 183 versteinerten Knochen gilt es zudem als eines der am besten erhaltenen T-Rex-Skelette weltweit. Entdeckt wurde das Fossil im Jahr 2021 auf einer Rinderfarm im US-Bundesstaat South Dakota. Das Tier lebte vor etwa 72 bis 66 Millionen Jahren in der späten Kreidezeit.

Boomender Markt für Dinosaurierknochen

Die Auktion unterstreicht den boomenden Markt für Dinosaurierfossilien, der von Paläontologen zunehmend kritisch gesehen wird. Kritiker bemängeln, dass wissenschaftlich bedeutende Funde in Privatbesitz übergehen und der Forschung verloren gehen. Cassandra Hatton, Leiterin der Abteilung für Wissenschaft und Naturgeschichte bei Sotheby's, erklärte vor der Auktion: „Die USA sind das einzige Land der Welt, in dem Fossilien wie dieses als persönliches Eigentum gelten. Wem das Land gehört, dem gehört auch das Fossil, und der hat das Recht, es zu verkaufen. Wenn Sie also einen Dinosaurier haben möchten, ist dies der einzige Ort, an dem Sie ihn bekommen können.“

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Vergleich mit früheren Rekorden

Der bisherige Rekord für ein versteigertes Fossil lag bei „Apex“, einem Stegosaurus-Skelett, das 2024 vom Hedgefonds-Milliardär Ken Griffin für 44,6 Millionen Dollar ersteigert wurde. Mit dem Verkauf von „Gus“ wurde dieser Rekord nun deutlich übertroffen. Der anonyme Käufer von „Gus“ bleibt unbekannt, was Spekulationen über mögliche Museen oder Privatsammler als Erwerber anheizt.

Debatte um Privatbesitz von Fossilien

Der Verkauf entfacht erneut die Diskussion über den Umgang mit wissenschaftlich wertvollen Fossilien. Während Sammler und Auktionshäuser auf das Eigentumsrecht verweisen, fordern Wissenschaftler strengere Regeln, um wichtige Funde für die Forschung zu sichern. In den USA ist der Verkauf von Fossilien auf privatem Land gesetzlich erlaubt, was den Markt beflügelt. In vielen anderen Ländern hingegen gelten Fossilien als Staatseigentum und dürfen nicht frei gehandelt werden.

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