Irankrieg und Förderkürzung lösen Solarboom in Deutschland aus
Irankrieg und Förderkürzung lösen Solarboom aus

Der Irankrieg und die Sparpläne der Bundesregierung haben einen regelrechten Solarboom in Deutschland ausgelöst. Im ersten Halbjahr 2025 gingen neue Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 7,4 Gigawatt-Peak ans Netz – ein Anstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) in Berlin auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur mit.

Sechs Millionen Anlagen am Netz

Inzwischen sind in Deutschland mehr als sechs Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 125 Gigawatt installiert. Dabei hatte sich die Nachfrage privater Hausbesitzer im vergangenen Jahr zunächst abgekühlt. Der Beginn des Irankriegs Ende Februar und die von der Bundesregierung geplante Einstellung der Förderung für private Solaranlagen haben das Interesse jedoch wieder angefacht.

Vorzieheffekt durch Förderstopp

Laut BSW Solar führt die angekündigte Abschaffung der Solarzuschüsse zu einem deutlichen Vorzieheffekt. Viele Hausbesitzer installieren jetzt noch schnell Anlagen, um von den bisherigen Förderungen zu profitieren. Der Verband erwartet, dass die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr noch nach oben korrigiert werden. Aufgrund von Nachmeldungen könnten bis zu 8,3 Gigawatt-Peak neu installiert worden sein.

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Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig appellierte an die Bundesregierung, den Ausbau der Solarenergie nicht zu bremsen. „An einem stärkeren Ausbau von Photovoltaik und Batteriespeichern führt klima-, energie- und wirtschaftspolitisch kein Weg vorbei“, sagte Körnig. Er betonte die Bedeutung der Solarbranche für die Energiewende und warnte vor einer Abkühlung des Marktes durch politische Unsicherheiten.

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