Die Berliner Polizei hat einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen, der gemeinsam mit einem bereits verurteilten Komplizen Männer über Dating-Apps ausgeraubt haben soll. Der 20-Jährige wurde am Dienstag bei einer nächtlichen Personenkontrolle am U-Bahnhof Rudow gestellt. Ein Ermittlungsrichter ordnete noch am selben Tag Untersuchungshaft an.
Fünf Überfälle mit gefälschten Profilen
Dem Duo wird vorgeworfen, im Jahr 2025 mit gefälschten Profilen auf Dating-Apps Kontakt zu Männern aufgenommen und sie zu Treffen gelockt zu haben. An den Tatorten sollen die Täter, teils vermummt und bewaffnet, ihre Opfer gezwungen haben, Bargeld, Mobiltelefone und Wertgegenstände herauszugeben. Laut der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden die Geschädigten „teilweise wiederholt gedemütigt und misshandelt“. Zudem sollen die beiden Männer von den Mobiltelefonen der Opfer Geld auf ein Konto überwiesen haben.
Erster Täter zu fünf Jahren Haft verurteilt
Der erste Tatverdächtige wurde Mitte Juni vom Landgericht Berlin I zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Er hatte ein Geständnis abgelegt und dabei den nun gefassten mutmaßlichen Mittäter genannt. Das Urteil ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht rechtskräftig. Die Ermittlungen zu den insgesamt fünf Raubüberfällen dauern an.



