Die anhaltende Hitzewelle in Deutschland lockt viele Menschen ins kühle Nass, doch die erhoffte Abkühlung wird für einige zur tödlichen Gefahr. Am vergangenen Wochenende ereigneten sich mehrere tragische Badeunfälle in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Insgesamt kamen zwei Menschen ums Leben, drei weitere werden seit ihrem Badegang vermisst.
16-Jähriger stirbt im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen
Im Gelsenkirchener Rhein-Herne-Kanal kam es am Samstagabend zu einem dramatischen Vorfall. Ein 16-jähriger Jugendlicher ging gegen 21 Uhr vor den Augen seiner Freundin im Wasser unter und tauchte nicht wieder auf. Die Jugendliche schlug panisch Alarm, woraufhin Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Amphitheater am Kanal eilten. Taucher durchkämmten das dunkle Wasser und entdeckten schließlich den leblosen Körper des Jugendlichen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen konnte der 16-Jährige nicht gerettet werden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
23-jähriger Schwimmer im Epplesee in Rheinstetten tot geborgen
Ebenfalls tragisch endete ein Badeausflug am Epplesee in Rheinstetten (Baden-Württemberg). Ein 23-jähriger Mann war am Samstag zum Schwimmen gegangen, kehrte jedoch nicht zurück. Einsatzkräfte durchkämmten mit Booten den See, ein Hubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Nach rund zwei Stunden wurde der leblose Körper des Mannes geborgen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Drei Männer im Rhein bei Biblis vermisst
Im hessischen Biblis am Rhein entwickelte sich ein Badeausflug zu einem Vermisstenfall. Ein 50-jähriger Mann war am Freitagnachmittag ins Wasser gegangen und seitdem verschwunden. Während die Suche nach ihm lief, meldeten Passanten, dass zwei weitere Männer im Alter von 23 und 27 Jahren im Fluss untergegangen sein sollen. Beide gelten als Nichtschwimmer. Die Einsatzkräfte starteten sofort eine großangelegte Suchaktion. „Zeugen des Vorfalles wurden vor Ort durch die Notfallseelsorge betreut“, teilte ein Polizeisprecher mit. Trotz intensiver Suche fehlt von allen drei Männern bislang jede Spur.



