Geldwäsche-Vorwürfe: Ex-Frankreich-Star Samir Nasri zehn Stunden von Polizei verhört
Ex-Frankreich-Star Nasri zehn Stunden von Polizei verhört

Der ehemalige französische Nationalspieler Samir Nasri (39) ist am Donnerstag in Paris zehn Stunden lang von der Polizei vernommen worden. Die Beamten der Brigade de recherches et d'investigations financières (BRIF) befragten ihn zu Geldwäschevorwürfen im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Auch der Verdacht auf Drogenhandel stand im Raum. Nach der Befragung wurde Nasri entlassen, ohne dass Anklage erhoben wurde, wie die französische Zeitung „Le Parisien“ berichtet.

Verbindung zu verurteiltem Drogenhändler

Im Zentrum der Ermittlungen steht Nasris Verbindung zu Karim Berrebouh, einem Nachtclub-Besitzer aus Marseille, der wegen Drogenhandels seit 2021 in Haft sitzt. Nasri kennt die Familie Berrebouh seit seiner Kindheit in Marseille und pflegt eine enge Beziehung zu Karims älterem Bruder Hakim. Während der Corona-Pandemie soll Hakim Nasri angeboten haben, in einen Club namens „XS“ in der Nähe von Paris zu investieren. Hakim Berrebouhs Ehefrau soll mehrfach im „XS“ erschienen sein, um große Bargeldsummen abzuholen. Diese Transaktionen erregten die Aufmerksamkeit der BRIF-Ermittler.

Steuerverfahren und frühere Vergehen

Dies ist nicht der erste juristische Ärger für den 41-maligen Nationalspieler, der unter anderem für Olympique Marseille, Arsenal und Manchester City spielte. Bereits im März beschlagnahmten die französischen Steuerbehörden Geld von Nasris Bankkonten und eine Immobilie im Gesamtwert von rund 5,5 Millionen Euro. Die Steuerfahnder werfen ihm vor, 5,25 Millionen Euro Einkommensteuer für die Jahre 2020 bis 2022 sowie 82.000 Euro Immobilien-Vermögensteuer für den Zeitraum 2019 bis 2025 nicht gezahlt zu haben. Nasri bestreitet diese Vorwürfe über seine Anwälte.

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Schon während seiner aktiven Karriere galt Nasri als Enfant terrible. Beim FC Sevilla wurde er für insgesamt 18 Monate gesperrt, weil er eine nach den Anti-Doping-Regeln verbotene Behandlungsmethode angewendet hatte. Die aktuellen Ermittlungen könnten sein Image weiter belasten.

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