Berliner Drittklässler: Hälfte verfehlt Mindeststandards bei Lesen und Rechnen
Hälfte der Berliner Drittklässler verfehlt Mindeststandards

Drastischer Leistungsabfall bei Berliner Grundschülern

Die Ergebnisse der diesjährigen Vergleichsarbeiten (Vera) der dritten Klassen in Berlin zeigen einen alarmierenden Trend: Die Hälfte der Schülerinnen und Schüler bleibt beim Lesen und Rechnen unterhalb des Mindeststandards. Das geht aus einer Anfrage der BSW-Fraktion hervor, die dem Tagesspiegel exklusiv vorliegt. Damit ist die schulische Zukunft dieser Kinder stark gefährdet.

Freier Fall der Kompetenzen

Die Lese- und Mathematik-Kompetenz der Berliner Grundschüler befindet sich im freien Fall. Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich die Ergebnisse weiter verschlechtert. Während früher etwa ein Drittel der Drittklässler die Mindeststandards verfehlte, sind es nun 50 Prozent. Besonders betroffen sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien und mit Migrationshintergrund.

Forderung nach Vorschulpflicht

Angesichts dieser Entwicklung fordern Berliner Grundschulleitungen eine verpflichtende Vorschule. Sie argumentieren, dass viele Kinder mit erheblichen Sprachdefiziten eingeschult werden, die sich im Laufe der Grundschule nicht mehr aufholen lassen. Die Vorschulpflicht könnte hier Abhilfe schaffen, indem sie frühzeitig fördert.

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Reaktionen aus der Politik

Die Bildungssenatorin zeigte sich besorgt über die Ergebnisse und kündigte Maßnahmen an. „Wir müssen die Ursachen bekämpfen und die Förderung bereits im Vorschulalter intensivieren“, erklärte sie. Die BSW-Fraktion forderte ein Umdenken in der Bildungspolitik und mehr Unterstützung für benachteiligte Schulen.

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