Kinder gefesselt bei Schiiten-Kundgebung in Berlin: Veranstalterin verteidigt sich
Kinder gefesselt bei Schiiten-Kundgebung: Veranstalterin verteidigt sich

Bei einer schiitischen Kundgebung in der historischen Mitte Berlins sind Kinder mit einem Seil gefesselt worden. Die Bilder sorgten für Empörung. Die Veranstalterin verteidigt die Aktion nun als religiöses Ritual.

Kinder in Fesseln bei religiösem Feiertag

Die Demonstration fand am 30. Juni 2026 statt. Teilnehmer gedachten eines schiitischen Feiertags. Ein Foto zeigt mehrere Kinder, die mit einem Seil um den Hals gefesselt sind. Die Kritik an der Kundgebung ist laut. Auch weil einige Teilnehmer dem langjährigen Revolutionsführer Ali Khamenei huldigten.

Veranstalterin rechtfertigt die Aktion

Die Veranstalterin der Kundgebung erklärte, die Fesselung der Kinder sei Teil eines religiösen Rituals. Es handele sich um eine symbolische Handlung, die an die Leiden der schiitischen Märtyrer erinnern solle. Sie betonte, dass die Kinder freiwillig teilgenommen hätten und die Aktion nicht als Gewalt zu verstehen sei.

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Politische und gesellschaftliche Reaktionen

Die Berliner Polizei prüft, ob die Aktion gegen das Jugendschutzgesetz verstößt. Politiker aller Fraktionen verurteilten die Darstellung. Der Berliner Innensenator kündigte eine Überprüfung der Versammlungsfreiheit an. Die Veranstalterin wehrt sich gegen die Kritik und verweist auf die Religionsfreiheit.

Hintergrund der schiitischen Kundgebung

Die Kundgebung stand im Zeichen des schiitischen Trauermonats Muharram. Dabei gedenken Schiiten der Schlacht von Kerbela im Jahr 680. Traditionell kommen Gläubige zu Prozessionen und rituellen Handlungen zusammen. Die Fesselung von Kindern ist jedoch ungewöhnlich und stieß auf Unverständnis.

Die Veranstalterin betonte, dass die Aktion in Absprache mit den Eltern stattgefunden habe. Die Kinder seien nicht verletzt worden. Dennoch bleibt die Kritik an der Kundgebung bestehen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Kindeswohlgefährdung.

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