Studie: Zwei Stunden Krafttraining pro Woche senken Herzinfarktrisiko um 44 Prozent
Zwei Stunden Krafttraining senken Herzinfarktrisiko um 44 Prozent

Schon zwei Stunden Krafttraining pro Woche könnten für Frauen einen signifikanten Unterschied machen: Laut einer großen Langzeitstudie ist Krafttraining mit einem geringeren Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Der beobachtete Zusammenhang fiel noch stärker aus, wenn Kraft- und Ausdauertraining kombiniert wurden.

Studiendesign und Teilnehmerinnen

Die in der Fachzeitschrift „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlichte Studie analysierte Daten von 117.025 Frauen aus zwei US-Langzeitstudien. Ein internationales Forschungsteam begleitete die Teilnehmerinnen durchschnittlich 14,5 Jahre. Erfasst wurden unter anderem Kraft- und Ausdauertraining sowie die tägliche Fernsehzeit als Hinweis auf langes Sitzen.

Weniger Herzinfarkte beobachtet

Frauen, die mindestens zwei Stunden pro Woche Krafttraining machten, hatten ein um 20 Prozent geringeres Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Herzinfarktrisiko war sogar um 44 Prozent niedriger. Für Schlaganfälle fanden die Forscher dagegen keinen messbaren Zusammenhang.

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Außerdem deuteten die Daten auf einen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang hin: Mit jeder zusätzlichen Stunde Krafttraining pro Woche sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um weitere fünf Prozent und das Herzinfarktrisiko um 14 Prozent. Auch Frauen mit Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten profitierten, wenn auch etwas weniger.

Kombination mit Ausdauertraining besonders effektiv

Wer bereits Ausdauersport trieb und wenig saß, zeigte mit einer zusätzlichen Stunde Krafttraining pro Woche den stärksten beobachteten Zusammenhang: Das Risiko war in dieser Gruppe um 40 Prozent niedriger, verglichen mit 27 Prozent ohne zusätzliches Krafttraining.

Einschränkungen der Studie

Da die Untersuchung auf Selbstauskünften der Teilnehmerinnen beruht, lässt sich daraus kein Ursache-Wirkungs-Beweis ableiten. Faktoren wie Ernährung, Stress oder genetische Veranlagung wurden ebenfalls nicht vollständig erfasst.

Studienleiterin Dr. Tianyue Zhang sagt: „Krafttraining ist mehr als Muskelaufbau. Es könnte das Herz schützen.“ Die stärksten Zusammenhänge zeigten sich bei Frauen, die ihr Krafttraining über Jahre regelmäßig beibehielten und sowohl Arme als auch Beine trainierten.

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