Ralf Moeller und Sohn Leon: Wie der Gladiator verlorene Zeit aufholt
Ralf Moeller und Sohn Leon: Aufholjagd der verlorenen Zeit

Ralf Moeller (67) und sein Sohn Leon (19) sind in Recklinghausen unterwegs – ein Bild, das viele überrascht. Der Hollywood-Star aus „Gladiator“ und enger Freund von Arnold Schwarzenegger zeigt sich öffentlich mit seinem Sohn, der 18 Jahre lang abseits der Öffentlichkeit lebte. „Ich habe Leon nie versteckt. Es hat halt nur keiner nach ihm gefragt“, sagt Moeller grinsend, während er an einer 50-Euro-Zigarre zieht.

Eine Reise durch die Heimat

Die BILD begleitet die beiden auf einer Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft. Stationen sind das Westfalenstadion in Dortmund, eine Handwerksmesse und die Fußgängerzone von Recklinghausen. „Hier sind nicht einfach Vater und Sohn unterwegs. Hier treffen zwei Generationen aufeinander“, beschreibt der Begleiter die Begegnung. Die Ähnlichkeit ist verblüffend: dasselbe Lachen, die markanten Zähne, die entspannte Art. „Zwischen Vater und Sohn passt tatsächlich keine Hantelscheibe.“

Leon, der aus einer früheren Beziehung mit einer Hamburger Maskenbildnerin stammt, wurde 2007 geboren. Moeller war zu dieser Zeit noch verheiratet und hat aus dieser Ehe zwei Töchter (35, 27). Über die Mutter spricht er mit Wertschätzung: „Eine tolle Frau.“ Die Beziehung zu Leon war nie ein Geheimnis: „Er war schon als Baby dabei. Vaddern und Muddern haben ihren Enkelsohn geliebt. Der ist nicht plötzlich aufgetaucht. Ich mag auch das Wort unehelich nicht. Er ist mein Sohn. Fertig. Ich war immer stolz auf ihn.“

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Vom Westfalenstadion zur Handwerksmesse

Der erste Stopp führt nach Dortmund ins Westfalenstadion. „Jeder Atemzug ist Fußball und Heimat“, sagt Moeller. Das Ruhrgebiet, wo er erst Bademeister wurde, dann Bodybuilding-Weltmeister und schließlich internationaler Filmstar. Auf der Handwerksmesse zeigt sich die Verbundenheit mit seinen Wurzeln: „Menschen, die etwas erschaffen, haben mich immer beeindruckt. Das gehört zu meinen Wurzeln.“ Sein Vater war Schlosser und Schweißer. „Die erste Hantel hat er geschweißt.“ Leon hat sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zum Hotelfachmann entschieden.

Eis in Recklinghausen und ein Anruf von Arnold

Am Nachmittag geht es nach Recklinghausen, in die Stadt, in der alles begann. In der Eisdiele „L’Angolo“ bestellen sie große Eisbecher – für Ralf mit viel Schlagsahne. „Heute gönnen wir uns mal.“ Leon trägt seit einigen Wochen den Nachnamen seines Vaters. „Finde ich gut“, sagt Ralf. Leon erklärt: „Das habe ich selbst erledigt. Ein paar Anträge, zwei Unterschriften. Ich fühle mich gut damit. Für Mama ist alles fein.“

Mitten im Gespräch klingelt Moellers Handy. Facetime. Auf dem Display erscheint Arnold Schwarzenegger (78) mit Zigarre und Apfelstrudel. „Wann kommst du ’rum?“, fragt der Terminator. Ein paar Tage später reisen beide zu Schwarzeneggers Klima-Summit nach Wien. „Mal eben kurz die Welt retten“, sagt Moeller grinsend.

Sportliche Zukunft: Boxen statt Bodybuilding

Leon will bald seinen ersten Amateurkampf boxen. „Ich möchte keine Mega-Muckis“, sagt er. Ralf hat Angst um seine Nase: „Ist ja irgendwie auch meine.“ Die Freundschaft zur nächsten Generation besteht auch mit Schwarzeneggers Sohn Joseph (28), ebenfalls unehelich vom Papa geliebt. „Wir verstehen uns super“, sagt Leon.

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