Heftige Unwetter haben die Region Nürnberg am Dienstagabend schwer getroffen. Nach Angaben der Einsatzkräfte gibt es mehrere Verletzte. Die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr meldete, dass innerhalb von fünf Stunden fast 3000 Notrufe eingingen. Daraus resultierten rund 1000 Feuerwehreinsätze im Raum Nürnberg, Fürth, Erlangen sowie in den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt. Am späten Abend waren noch etwa 200 Einsätze offen.
Verletzte und umgestürzte Bäume
„Die Feuerwehren in der Region waren wirklich sehr stark ausgelastet“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Einsatzkräfte rückten unter anderem zu umgestürzten Bäumen, vollgelaufenen Kellern sowie Bäumen auf Autos und Gebäuden aus. Auch Menschen seien von Bäumen eingeklemmt worden. Bislang habe es ein bis zwei Schwerverletzte sowie mehrere Leichtverletzte gegeben.
Flugbetrieb am Flughafen Nürnberg eingestellt
Die Folgen des Unwetters waren auch am Flughafen Nürnberg zu spüren. Wetterbedingt wurde der Flugbetrieb am Abend vorübergehend eingestellt, wie der Flughafen um 19.46 Uhr mitteilte. Nach rund 80 Minuten lief der Betrieb wieder an. Auf dem Gelände des Nürnberger Flughafens wurden mehrere Bäume entwurzelt, die teilweise in den Sicherheitszaun stürzten und ihn beschädigten. Aus Sicherheitsgründen musste der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt werden.
Einsatzkräfte mussten nach Angaben des Flughafens unter anderem umgestürzte Bäume beseitigen und sich um Schäden an Dächern sowie Wasserschäden kümmern. Drei Flüge wurden umgeleitet, vier weitere verspäteten sich.
Polizei und Unterrichtsausfall
Die Polizei Mittelfranken registrierte nach eigenen Angaben rund 200 unwetterbedingte Einsätze, vor allem wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller. Die Auswirkungen des Unwetters reichen bis in den Mittwoch: An der Grundschule Röthenbach an der Pegnitz am Forstersberg im Landkreis Nürnberger Land fällt der Präsenzunterricht wegen Windbruchs und umgestürzter Bäume aus, wie das Bayerische Kultusministerium mitteilte.



