Das Integrationsamt in Schleswig-Holstein investiert fünf Millionen Euro in die Modernisierung von Inklusionsbetrieben, um die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Dies gab Sozialministerin Aminata Touré (Grüne) bei einem Besuch der Zimmerei Sorgenfrei in Blumenthal (Kreis Rendsburg-Eckernförde) bekannt.
Prämien für neue Ausbildungsplätze
Unternehmen können Prämien von bis zu 10.000 Euro für die Schaffung eines neuen Ausbildungsplatzes erhalten. Weitere 10.000 Euro werden bei unbefristeter Übernahme eines Auszubildenden gezahlt. Die einmaligen fünf Millionen Euro fließen in die Modernisierung der Betriebe. Zudem wird ein Modellprojekt mit jährlich 1,5 Millionen Euro bis 2027 verlängert.
Erfolge des Modellprojekts
Die Zimmerei Sorgenfrei nahm von 2021 bis 2026 an dem Modellprojekt teil und übernahm einen Mitarbeiter dauerhaft aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Seit Projektbeginn haben insgesamt 146 Menschen teilgenommen. „Menschen mit Behinderungen sollen selbstbestimmt arbeiten und ihre Fähigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einbringen können“, betonte Touré. „Ein inklusiver Arbeitsmarkt ist ein Gewinn für uns alle: Unternehmen gewinnen engagierte Fachkräfte und unsere Gesellschaft an mehr Chancengerechtigkeit.“
Finanzierung und Zielsetzung
Das Integrationsamt finanziert die Modernisierungsmittel und den Großteil des Modellprojekts aus der Ausgleichsabgabe, die von Arbeitgebern gezahlt wird, die die gesetzliche Quote zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht erfüllen. Ziel der schwarz-grünen Landesregierung ist es, mehr Menschen mit Behinderungen den Einstieg in reguläre Jobs zu ermöglichen und Unternehmen dabei zu unterstützen.



