Berliner Strafverteidiger wegen Bedrohung eines Obdachlosen angeklagt
Berliner Anwalt bedrohte Obdachlosen mit Schreckschusswaffe

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat einen 41 Jahre alten Rechtsanwalt aus der Hauptstadt wegen Bedrohung angeklagt. Der Mann, der überwiegend als Strafverteidiger tätig ist, muss sich nun vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Dies gab die Behörde am Mittwoch bekannt.

Vorfall in Kreuzberg

Laut Staatsanwaltschaft ereignete sich der Vorfall am 18. Dezember 2025 gegen 1.50 Uhr im Eingangsbereich seines Wohnhauses im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Der Anwalt habe dort einen Wohnungslosen bemerkt, der sich lediglich aufwärmen wollte. Der 41-Jährige soll dem Mann daraufhin lautstark gedroht haben, ihn totzuschlagen, falls er nicht sofort das Haus verlassen würde.

Einsatz einer Schreckschusswaffe

Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, holte der Anwalt laut Anklage aus seiner Wohnung eine Schreckschusspistole, lud sie und richtete sie auf den obdachlosen Mann. Dabei habe er weitere Drohungen ausgesprochen. Die Polizei stellte später die Waffe samt Magazin bei dem Beschuldigten sicher.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Verfahrensauslöser und Reaktion

Auslöser des Verfahrens war eine Anzeige von Zeugen, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Der Angeschuldigte habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das Amtsgericht Tiergarten wird nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration