Zwei alleinerziehende Mütter haben schwere Anschuldigungen gegen das Potsdamer Jugendamt erhoben. Sie werfen einer Mitarbeiterin vor, mit Unwahrheiten, Manipulation und Unterstellungen versucht zu haben, ihnen das Sorgerecht für ihre Kinder zu entziehen. In einem der Fälle sei dies sogar gelungen: Ein fünf Monate altes Baby wurde einer Mutter „weggenommen“, wie die Frauen der „Märkischen Allgemeinen“ (MAZ) berichteten.
Stadt weist Vorwürfe zurück
Die Stadt Potsdam wies die Vorwürfe umgehend zurück. Man nehme die Anschuldigungen zwar ernst, sehe jedoch keine Grundlage für die Behauptungen. Das Jugendamt habe stets im Sinne des Kindeswohls gehandelt, betonte eine Sprecherin. Die genauen Umstände der Fälle würden derzeit geprüft.
Jugendhilfeausschuss berät in Sondersitzung
Der Jugendhilfeausschuss der Stadt wird sich in einer Sondersitzung mit den Vorwürfen befassen. Die Sitzung soll Klarheit über die Vorgänge schaffen und mögliche Konsequenzen erörtern. Die betroffenen Mütter fordern eine unabhängige Untersuchung und mehr Transparenz bei Entscheidungen des Jugendamtes.
Die Vorwürfe haben in Potsdam eine Debatte über die Arbeit des Jugendamtes ausgelöst. Kritiker bemängeln, dass die Behörde zu oft und zu schnell in das Sorgerecht von Eltern eingreife. Die Stadtverwaltung hingegen betont, dass jeder Fall individuell und nach strengen rechtlichen Vorgaben geprüft werde.
Die Mütter planen, rechtliche Schritte einzuleiten. Sie hoffen, dass die Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses dazu beiträgt, die Vorwürfe aufzuklären und künftige Fehler zu vermeiden.



