Pflegenotstand: Sicherheitsrisiko in Kliniken seit Jahren bekannt
Pflegenotstand: Sicherheitsrisiko in Kliniken seit Jahren bekannt

Tödlicher Vorfall im Vivantes Klinikum: Pflegenotstand als Ursache

Nachdem ein Patient im Vivantes Klinikum in Berlin-Neukölln bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Patienten getötet wurde, zeigen sich Leser der Berliner Morgenpost tief besorgt. In Leserbriefen wird vor allem der seit Jahren bekannte Pflegenotstand als Hauptursache für solche Vorfälle genannt. Ihianga Puputuu schreibt auf Facebook: „Warum wird ein Mensch mit Psychose-Diagnose nicht in ein Einzelzimmer verlegt oder zumindest engmaschiger kontrolliert? Die Antwort kennen wir alle: Pflegenotstand. Solange das strukturelle Problem nicht angegangen wird, werden solche Vorfälle nicht die letzten sein.“

Sicherheitsrisiko durch mangelnde Kontrolle auf psychiatrischen Stationen

Eine weitere Leserin, Anna Sae, berichtet von wiederkehrenden Sicherheitslücken: „Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass auf psychiatrischen Stationen gefährliche Gegenstände wie Rasierer und Scheren mitgebracht werden dürfen und die ganze Zeit im Besitz der Patienten verbleiben.“ Sie betont, dass dies in drei Berliner Krankenhäusern der Fall gewesen sei. „Das ist ein Sicherheitsrisiko, das seit Jahren bekannt ist und das die Verantwortlichen offenbar nicht ernst genug nehmen. Ich hoffe, dass die Krankenhäuser spätestens jetzt ihre Regeln überdenken.“ Ihr Beileid gelte der Familie des Verstorbenen.

Trump und die Zeitenwende: Leser fordern Machtausübung

In einem weiteren Leserbrief setzt sich Horst Ahlers mit der Außenpolitik unter Donald Trump auseinander, der sich in ein Fußballturnier einmischte und einen Kriegsverbrecher empfing. Ahlers argumentiert: „Man kann, ja man muss diesen Vorgang kritisch begleiten. Aber alle Journalisten, die einen ‚unglaublichen Tabubruch‘ beklagen, haben die Rede von Scholz zur Zeitenwende nicht verstanden. Die regelbasierte Ordnung gilt nicht mehr – in allen Bereichen. Was zählt, ist allein Macht.“ Er fordert, dass Europa selbst Macht ausüben müsse, etwa durch die Sicherung der Straße von Hormus, bei der sich nur Großbritannien und Frankreich mit dem Oman zusammengetan hätten. „Alle EU-Staaten müssten sich daran beteiligen. Die Zeitenwende ist noch nicht bei allen Politikern angekommen.“

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USA zwischen Kritik und Wertschätzung

Wilfried Mommert reflektiert über die USA und zitiert den Theaterkritiker Friedrich Luft: „Nur wer liebt, darf kritisieren.“ Er erinnert an die kulturelle Öffnung Deutschlands durch die USA nach dem Krieg, aber auch an die Vertreibung von Exilanten wie Thomas Mann und Bertolt Brecht. „Ob wir es gerne hören oder nicht: Beide Großmächte, die eine, die wir überfallen haben, die andere, die uns befreit hat, haben in ihren negativen Eigenschaften mehr gemein, als uns lieb sein kann.“ Er schließt mit Brechts Zitat aus dem „Aufhaltsamen Aufstieg des Arturo Ui“: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

Bürokratie behindert Schutz der Haubentaucher im Tegeler See

Ein weiterer Leserbrief von Dietmar Astfalk kritisiert die Bürokratie beim Schutz der Haubentaucher im Tegeler See. Ein Angelverbot wurde mit überraschender Begründung abgelehnt. Astfalk schreibt: „Es ist nicht zu fassen. Alle reden von Bürokratieabbau und natürlich auch vom Schutz der Natur – und dann verhakeln sich Interessengruppen und Behörden darin, ob und wer welche Schilder aufhängen darf.“ Er fordert schnelle Maßnahmen wie ein befristetes Angel-, Paddel- und Badeverbot, notfalls „par ordre du mufti“. „Vielleicht wäre es gut, wenn bei den nächsten Wahlen auch mal ein Blitz ins Bezirksamt einschlägt und frischen Wind ins Rathaus Reinickendorf bringt. Für die Haubentaucher sind die Messen da aber schon gelesen.“

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