Rückgang der Waldbrände im Amazonasgebiet
Im brasilianischen Amazonasgebiet ist die von Waldbränden betroffene Fläche im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren gesunken. Laut dem Jahresbericht der Überwachungsinitiative MapBiomas waren rund 3,1 Millionen Hektar von Bränden betroffen – ein Rückgang um etwa 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Landesweit gingen die Waldbrände in Brasilien ebenfalls zurück. Die verbrannte Fläche betrug 12,7 Millionen Hektar, nach mehr als 30 Millionen Hektar im Jahr zuvor, das von einer schweren Dürre geprägt war. Dies ist der niedrigste Wert seit 2018.
Ursache: Mehr Niederschlag nach Dürrejahren
Der Grund für den Rückgang ist der gestiegene Niederschlag nach zwei Jahren anhaltender Trockenheit. MapBiomas teilte in einer separaten Mitteilung mit, dass die von Wasser bedeckten Flächen im Amazonasgebiet 2025 um rund 2,6 Prozent über dem historischen Durchschnitt lagen.
„Doch trotz dieser Erholung ist die Lage langfristig weiterhin besorgniserregend, da in der Region extreme Wetterereignisse immer häufiger auftreten“, sagte Forscher Bruno Ferreira. Der Klimawandel sowie Veränderungen in der Landnutzung beeinflussten die Wasserlage.
Menschliche Aktivitäten als Brandursache
Der MapBiomas-Bericht zeigt, dass in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr als 49 Prozent der gesamten verbrannten Flächen auf privaten ländlichen Grundstücken lagen, gefolgt von Siedlungen mit rund acht Prozent. Häufig werden Bäume gefällt und die abgeholzten Flächen in Brand gesteckt, um Weideflächen oder Ackerland für den Sojaanbau zu schaffen. Bei Trockenheit geraten diese Brände oft außer Kontrolle.
„Feuer ist ein Phänomen, das in verschiedenen brasilianischen Ökosystemen vorkommt und entweder auf natürliche Weise oder durch menschliche Aktivitäten ausgelöst wird“, heißt es in dem Bericht. Die tropischen Regenwälder Brasiliens, darunter das Amazonasgebiet, wiesen jedoch eine geringere Häufigkeit natürlicher Brände auf als andere Gebiete.
Langfristige Besorgnis trotz positiver Entwicklung
Obwohl die aktuellen Zahlen eine Erholung zeigen, bleibt die langfristige Situation alarmierend. Der Regenwald steuere aufgrund des Klimawandels und veränderter Landnutzung auf einen Kollaps zu, warnen Experten. Das Netzwerk MapBiomas, bestehend aus Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen, wertet unter anderem Satellitenbilder aus, um die Brandentwicklung zu überwachen.



