Batteriebrand in Bautzen: Löscharbeiten dauern an, Kitas bleiben geschlossen
Batteriebrand Bautzen: Löscharbeiten und Kitas geschlossen

Die Löscharbeiten am brennenden Batteriespeicher in Bautzen dauern an. Das teilte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage mit. Zwar schlugen ihr zufolge keine offenen Flammen mehr aus dem Container in der Bautzener Neustadt, der Feuerwehreinsatz laufe aber unvermindert weiter.

Kitas und Hort geschlossen – Notbetreuung eingerichtet

Zwei nahegelegene Kitas und ein Hort bleiben geschlossen, für die Kinder ist eine Notbetreuung eingerichtet, wie die Stadt mitteilte. Die vorsorgliche Evakuierung des betroffenen Bereichs gilt weiterhin. Betroffene Anwohner, die etwa Medikamente aus ihren Wohnungen benötigen, sind gebeten, sich vor Ort an die Einsatzkräfte zu wenden. Die Stadt hat zudem eine Hotline eingerichtet, an die sich die Anwohner wenden können.

Fenster und Türen geschlossen halten – Theaterabsage

Für ganz Bautzen gilt weiterhin der Aufruf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Im festgelegten Sicherheitsbereich befindet sich auch das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen. Die geplante Vorstellung am Abend wurde daher abgesagt.

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Ende des Einsatzes nicht absehbar

Die Löscharbeiten werden laut Einschätzung der Einsatzleitung über den heutigen Tag hinaus andauern. Aktuell kühlt die Feuerwehr mit bis zu 5.000 Litern Löschwasser pro Minute, um die Prozesse innerhalb der Batterien zu kontrollieren. Die chemische Reaktion im Inneren soll so verlangsamt werden, es ist jedoch nicht möglich, sie zu stoppen. Entwarnung können die Einsatzkräfte erst geben, wenn der Prozess vollständig abgelaufen ist. Deutschlandweit liegen den Angaben nach keine belastbaren Erfahrungswerte zu einem solchen Brand vor.

Luftmessungen und Trinkwasser – keine Auffälligkeiten

Begleitend zu den Löscharbeiten laufen kontinuierlich Luftmessungen, um mögliche gesundheitsschädliche Stoffe zu überwachen. Auffälligkeiten wurden bisher nicht festgestellt. Auch auf das Trinkwassernetz gab es bisher keine Auswirkungen. Wahrnehmbar ist den Angaben nach ausschließlich eine Geruchsbelästigung.

Batterieanlage vom Stromnetz getrennt

Vier Seecontainer einer Batteriespeicheranlage am Schliebenparkplatz waren am späten Dienstagnachmittag aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Anlage wurde vom Stromnetz getrennt, parallel leitete die Feuerwehr Lösch- und Kühlmaßnahmen ein, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

42 Menschen evakuiert – Notunterkünfte eingerichtet

Wegen der Geruchsbildung hatten Einsatzkräfte vorsorglich 42 Menschen aus der Umgebung in Sicherheit gebracht. Für sie wurden Notunterkünfte in einem Hotel und einer Schule eingerichtet. Ein Großteil der Betroffenen organisierte den Angaben nach aber eigene Unterkünfte.

Keine Explosionsgefahr – Drohnen überwachen Container

Eine Explosionsgefahr am Brandort besteht nach Einschätzung der Experten derzeit nicht. Die Container werden unter anderem mit Drohnen überwacht. Bis zu 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort, wie es hieß.

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