Die Überschwemmungen in der südchinesischen Region Guangxi haben eine unerwartete Gefahr mit sich gebracht: Über 900 Schlangen, darunter auch giftige Kobras, sind aus einer Farm entkommen, nachdem der Taifun „Maysak“ ihre Gehege überflutet hatte. In einem Handyvideo ist zu sehen, wie eine Schlange ihren Kopf aus dem schlammigen Wasser streckt und damit Panik bei den Anwohnern auslöst.
Anwohner wehren sich gegen die Tiere
In den umliegenden Dörfern versuchen die Bewohner, die Reptilien von ihren Veranden zu vertreiben, wo die Tiere Schutz vor den Wassermassen suchen. Die Aktionen haben jedoch nur begrenzten Erfolg. Experten warnen, dass die jährliche Hochwassersaison in China gerade erst begonnen hat, aber bereits jetzt heftige Regenfälle, Erdrutsche und Tornados zahlreiche Regionen getroffen haben.
Dammbruch verschärft Lage
In Guangxi brach zudem ein Damm, was die Fluten noch zerstörerischer machte. Schwere Unwetter gehören in China zwar fast jeden Sommer dazu, doch in diesem Jahr rechnen Experten mit einer besonders heftigen Saison. Grund dafür ist das Wetterphänomen El Niño, das die Wassertemperaturen im Pazifik ansteigen lässt und extreme Wetterlagen begünstigen kann.
Die Redaktion weist darauf hin, dass in einer früheren Version des Videos fälschlicherweise von Hunderten Giftschlangen die Rede war. Tatsächlich waren auch zahlreiche ungiftige Exemplare darunter, die keine Gefahr darstellen.



