David Garrett: „Eine gute Melodie ist eine gute Melodie, egal ob bei Mozart oder den Stones“
David Garrett: Gute Melodie bei Mozart oder Stones

David Garrett, der 1980 in Aachen geborene Geiger, galt schon früh als Wunderkind. Vom Vater auf Höchstleistung getrimmt, habe sich seine Jugend so sehr um das Instrument gedreht, dass er Freundschaften erst in seinen Zwanzigern kennengelernt habe – nachdem er auf eigene Faust und gegen den väterlichen Willen nach New York gegangen war, wo er sich mit Straßenmusik und Kellnerjobs durchschlug. Dort entdeckte der Starviolinist Itzhak Perlman Garretts Talent und nahm ihn als Studierenden auf. Zum Enfant terrible seiner Zunft wurde Garrett schließlich, als er begann, das klassische Repertoire mit seinem Crossover-Programm zu sprengen: Pop-Hits mit einer Mischung aus klassischem Orchester und Rockband.

Crossover als künstlerische Freiheit

Im Interview mit dem Tagesspiegel erklärte Garrett: „Ich bin als Kind sehr von meinen Eltern, dann auch von der Plattenfirma und meinen Lehrern in eine bestimmte Richtung gedrängt worden. Dann studierte ich auch Komposition und entdeckte, dass ich als Klassikkünstler weit mehr Möglichkeiten habe, mich auf meinem Instrument auszudrücken, als allgemein angenommen. Die Freiheit, für jede beliebige Formation zu arrangieren, eigene Parts zu schreiben, eine persönliche Note reinzubringen. Anstatt immer nur sklavisch dem klassischen Repertoire zu dienen.“

Auftritt beim Classic Open Air

Am Wochenende spielt David Garrett mit großer Besetzung beim Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt. Das Konzert verspricht eine Mischung aus klassischen Stücken und rockigen Pop-Coverversionen, die für den Geiger typisch sind.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Wertvolle Instrumente

Garrett besitzt mehrere wertvolle Geigen, darunter eine Stradivari und eine Guarneri del Gesù. Im Gespräch betonte er die Bedeutung der Instrumente für seinen Klang: „Jede Geige hat ihren eigenen Charakter. Man muss sie kennenlernen und sich mit ihr verbinden.“

Hausaufgaben eines Geigers

Auf die Frage nach den Hausaufgaben eines jeden Geigers antwortete Garrett: „Üben, üben, üben. Aber auch Neugierde bewahren und offen sein für verschiedene Musikrichtungen. Eine gute Melodie ist eine gute Melodie, egal ob bei Mozart oder den Stones.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration