25 Jahre „24“: Wie eine Digitaluhr das Serienfernsehen revolutionierte
25 Jahre „24“: Die Serie, die mit Echtzeit fesselte

Maschinenhaftes Piepen, eine herunterzählende Digitaluhr und eine aus Lichtpunkten entstehende Zahl 24: Schon die ersten Sekunden der Serie „24“ sorgten für eine Atmosphäre, die sich von anderen TV-Produktionen abhob. Vor 25 Jahren startete die Serie und setzte mit ihrer Erzählweise und Bildsprache neue Maßstäbe für das Serienfernsehen.

Premiere nach dem 11. September

Die US-Serie feierte im November 2001 Premiere – wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September. Im Mittelpunkt steht Bundesagent Jack Bauer, gespielt von Kiefer Sutherland. In jeder Staffel versucht er, Terroranschläge und andere Bedrohungen zu verhindern. Das Besondere: Die Handlung wird in Echtzeit erzählt. Jede der 24 Folgen zeigt genau eine Stunde eines einzigen Tages.

Echtzeit und Bildsprache sorgen für Spannung

Die ständig eingeblendete Digitaluhr macht den Wettlauf gegen die Zeit dauerhaft sichtbar. Zusammen mit schnellen Bildwechseln und den damals ungewöhnlichen Split-Screens entsteht eine Dynamik, die Zuschauer über viele Folgen hinweg fesselte. Auch die Erzählweise unterschied sich von anderen Serien. Cliffhanger gab es nicht nur am Ende einer Folge, sondern auch vor jeder Werbeunterbrechung. Gleichzeitig ließen die Autoren die Grenzen zwischen Gut und Böse immer wieder verschwimmen. Selbst Jack Bauer wurde mit moralisch schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Hinzu kam, dass selbst wichtige Figuren jederzeit sterben konnten.

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Erfolgreich und zugleich umstritten

„24“ machte Kiefer Sutherland endgültig zum internationalen TV-Star. Zwischen 2001 und 2010 erschienen acht Staffeln. Später folgten Sonderformate und Spin-offs wie „24: Redemption“, „24: Live Another Day“ und „24: Legacy“. Der Stil der Serie beeinflusste später Produktionen wie „Homeland“ oder „Person of Interest“. Gleichzeitig blieb „24“ nicht ohne Kritik. Vor allem die Darstellung von Folter wurde kontrovers diskutiert, weil sie den Eindruck vermitteln könne, solche Methoden seien zur Informationsgewinnung wirksam oder gerechtfertigt. Auch die häufig stereotype Darstellung arabischer Terroristen wurde kritisiert.

Kommt „24“ zurück?

Zuletzt sorgten Berichte über ein mögliches Revival für Aufmerksamkeit. Kiefer Sutherland erklärte, dass neue Drehbücher existieren. Ob seine Figur Jack Bauer Teil eines möglichen Neustarts sein wird, ist bislang offen.

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