Brandgefahr auf Hessens Feldern: Trockenheit und hohe Temperaturen erhöhen Risiko
Brandgefahr auf Hessens Feldern: Trockenheit erhöht Risiko

Hohe Brandgefahr auf hessischen Äckern

Die anhaltende Trockenheit in Hessen setzt Landwirte unter Druck. Nicht nur Wälder, sondern auch Felder sind derzeit extrem brandgefährdet. Nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes ist die Witterung für die Ernte zwar notwendig, birgt aber erhebliche Risiken. Am Sonntag brannten in Groß-Umstadt (Südhessen) rund 3.000 Quadratmeter Feld. Die Polizei vermutet, dass sich Stroh in einer Rundballenpresse entzündet hat.

Ursachen für Feldbrände

Die Kombination aus ausbleibenden Niederschlägen, hohen Temperaturen, geringer Luftfeuchtigkeit und Wind begünstigt Flächenbrände. Landwirte überprüfen ihre Maschinen regelmäßig, um technische Defekte zu vermeiden. „Dennoch ist man von technischen oder mechanischen Fehlern nie ganz geschützt“, so eine Sprecherin des Bauernverbandes. Die Trockenheit sei für die Getreideernte einerseits notwendig, da nur reifes und trockenes Getreide geerntet werden könne, andererseits fördere sie die Brandgefahr.

Risikoeinschätzung der Landwirte

Die Landwirte beobachten die Wetterentwicklung genau. Sie nutzen Wetter-Apps, Wetterdienste und betriebliche Wetterstationen. Ergänzt werden diese Informationen durch eigene Erfahrungen und die laufende Beobachtung der Bestände. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach gibt an, dass sich das Risiko für Flurbrände gut abschätzen lasse. Dazu zählen auch Brände auf Feldern mit erntereifem Getreide und auf abgeernteten Stoppelfeldern.

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Aktuelle Gefahrenlage

Der Grasland-Feuerindex des DWD erreichte am Montag in Hessen je nach Region die Stufen 4 oder 5 – die höchste Gefahrenstufe. Zwar schwächt sich die Gefahr etwas ab, doch bis Donnerstag ist mit Stufen 3 bis 4 zu rechnen. „Die nächsten Tage werden nur lokal und kurzzeitig Niederschläge bringen“, so ein DWD-Sprecher. Ob es am Freitag verbreiteter regnet, sei unsicher.

Schutzmaßnahmen gegen Feldbrände

Ein vollständiger Schutz vor Flächenbränden ist laut Bauernverband nicht möglich. Landwirte reduzieren das Risiko durch sorgfältig gewartete und regelmäßig gereinigte Erntetechnik, hohe Aufmerksamkeit während der Ernte sowie geeignete Löschmittel auf den Maschinen. „Viele Betriebe halten während der Getreideernte etwa vorsorglich ein Wasserfass direkt am Feld bereit, um im Ernstfall schnell reagieren zu können“, so die Sprecherin.

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