Kadaver von Buckelwal „Timmy“ bleibt vorerst auf Anholt
Die traurige Geschichte des Buckelwals „Timmy“ nähert sich ihrem Ende. Der Kadaver des Tieres wird voraussichtlich zumindest an diesem Donnerstag noch auf der dänischen Insel Anholt verbleiben. Eine Sprecherin des Fährunternehmens Anholt Greena teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass der für heute oder morgen geplante Abtransport von der Insel auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Die Obduktion soll ab dem späten Nachmittag stattfinden, um mögliche Erkenntnisse über die Todesursache zu gewinnen.
Obduktion am Strand
Am Strand stehen bereits große Container bereit. Ob der gelblich verfärbte und durch Fäulnisgase aufgeblähte Wal nach der Obduktion zerteilt und in die Container verladen wird oder bis auf weiteres am Strand liegenbleibt, war zunächst unklar. Anwohner sind besorgt, dass der übelriechende Kadaver des tonnenschweren Tiers Badegäste abschrecken könnte. Die Obduktion soll öffentlich am Strand stattfinden – Interessierte können mit Sicherheitsabstand zusehen. In Dänemark ist dies nicht ungewöhnlich, doch dieser Fall dürfte besonders sein.
Hintergrund der Strandung
Seit Ende März war der Buckelwal mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet und hatte viele Menschen in Deutschland bewegt. Eine private Initiative transportierte das Tier gegen den Rat von Fachleuten in einer Metallkiste per Schiff Richtung Nordsee und setzte es aus. Einige Zeit später wurde der Wal tot auf Anholt angespült. Ein Bergungsteam hatte das Tier am Wochenende auf den Strand gezogen. Die Obduktion soll nun mit abschließender Sicherheit klären, ob der Wal mit dem Jungennamen tatsächlich ein Weibchen ist, wie vermutet wird.



