Faulbrut bei Bienen: Sperrbezirk in Wittstock/Dosse eingerichtet
Faulbrut bei Bienen: Sperrbezirk in Wittstock/Dosse

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat wegen eines Ausbruchs der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenbestand im benachbarten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte einen Sperrbezirk eingerichtet. Dieser umfasst Teile der Stadt Wittstock/Dosse. Ab Mittwoch gelten für Imker in diesem Gebiet besondere Auflagen, um die Ausbreitung der anzeigepflichtigen Tierseuche zu verhindern.

Keine Gefahr für Menschen und erwachsene Bienen

Die Amerikanische Faulbrut ist für den Menschen und ausgewachsene Bienen ungefährlich. Auch Honig und andere Bienenprodukte können laut Imkerverband bedenkenlos verzehrt werden. Die Erkrankung betrifft ausschließlich die Bienenlarven, die durch die Bakterieninfektion abgetötet werden. Erwachsene Bienen können die Erreger jedoch verbreiten, was zu einem Massensterben ganzer Bienenvölker führen kann.

Strenge Auflagen im Sperrbezirk

Im Sperrgebiet müssen alle Bienenvölker beim Veterinäramt gemeldet und amtlich untersucht werden. Bewegliche Bienenstände dürfen nicht verlegt werden. Zudem ist es verboten, Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen oder benutzte Gerätschaften aus den Bienenständen zu entfernen. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass sich die Seuche weiter ausbreitet.

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Hintergrund: Bereits 2024 gab es Fälle in Brandenburg

Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Erkrankung der Bienenlarven und gehört zu den anzeigepflichtigen Tierkrankheiten. Bereits im vergangenen Jahr waren Fälle dieser Seuche in Brandenburg aufgetreten. Die aktuelle Maßnahme in Wittstock/Dosse ist eine Reaktion auf den Ausbruch im benachbarten Landkreis, um eine Einschleppung nach Brandenburg zu verhindern.

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