Spreewald: Giftraupen legen Wasserwege lahm – Minister beraten vor Ort
Giftraupen legen Spreewald-Wasserwege lahm

Der Eichenprozessionsspinner hat weite Teile des Unterspreewalds lahmgelegt: Wegen des starken Befalls mit den giftigen Raupen hat das Land Brandenburg mehrere Gewässerabschnitte vorübergehend für den Schiffsverkehr gesperrt. Betroffen ist etwa die Hälfte der schiffbaren Flächen im Unterspreewald, wie das Umweltministerium mitteilte. In der Urlaubssaison müssen Paddler und Bootstouristen daher mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Minister besuchen betroffene Region

Umweltministerin Hanka Mittelstädt und Infrastrukturminister Robert Crumbach (beide SPD) wollen sich heute um 11:00 Uhr in Schlepzig im Unterspreewald ein Bild von der Lage machen. Die Sperrungen dienen dem Schutz der Besucher vor den gesundheitsgefährdenden Brennhaaren der Raupen sowie vor umsturzgefährdeten Bäumen und Ästen entlang der Wasserwege. Das Verkehrsministerium empfiehlt Touristen, alternative Routen zu nutzen.

Gesundheitsgefahr durch Brennhaare

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) hat sich in diesem Jahr laut Umweltministerium besonders stark verbreitet und wird landesweit zum Gesundheitsproblem. Die winzigen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen kann. Auch Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich. In vielen anderen Regionen Brandenburgs und in Berlin bekämpfen Kommunen die Ausbreitung des Schädlings, unter anderem in der Prignitz per Hubschrauber aus der Luft.

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