Protest gegen Kraftwerk im Spandauer Forst: Grünflächen gerettet
Grünflächen gerettet: Protest gegen Kraftwerk

Der geplante und glücklicherweise verhinderte Bau des Kraftwerks Oberjägerweg im Spandauer Forst ist ein prägnantes Beispiel für die unheilvolle Verflechtung von Politik und Wirtschaft im West-Berlin der Siebzigerjahre. Diese Ära war auch geprägt durch die Kahlschlagsanierung und den Bau des Steglitzer Kreisels. Bezeichnenderweise setzten sich damals Senat, Arbeitgeber und Gewerkschaften geschlossen für ein Kohlekraftwerk im Wald ein – auf Kosten wertvoller Erholungsflächen für die Bevölkerung.

Energiesicherheit als Druckmittel

Als infames Druckmittel wurde die angebliche Gefährdung der Energiesicherheit der Inselstadt angeführt. Diese Behauptung entpuppte sich letztlich als Lüge: Nach der gerichtlichen Entscheidung gegen das Kraftwerk gingen die Lichter in West-Berlin nicht aus. Zudem fand sich auf dem bestehenden Kraftwerksstandort in Charlottenburg plötzlich ausreichend Platz für einen Erweiterungsbau.

Frühe Ursachen von Politikverdrossenheit

Wer nach den frühen Ursachen von Politikverdrossenheit sucht, könnte am Oberjägerweg im Spandauer Forst fündig werden. Der erfolgreiche Protest der Bürgerinnen und Bürger gegen den Kahlschlag und die undurchsichtigen Machenschaften zeigt, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement für den Erhalt von Grünflächen und die Demokratie ist.

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Dieser Fall verdeutlicht, dass die Interessen der Bevölkerung oft hinter wirtschaftlichen und politischen Machtspielen zurückstehen müssen. Der Erhalt des Spandauer Forstes als Naherholungsgebiet ist ein Erfolg, der ohne den beharrlichen Widerstand der Anwohner nicht möglich gewesen wäre.

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