Welterbe zum Anfassen: Schüler entdecken den Park Sanssouci
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hat ein neues Bildungsprojekt ins Leben gerufen: „Welterbe zum Anfassen – Potsdamer Schüler:innen im Park Sanssouci“. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für die Schönheit, Geschichte und die aktuellen Gefahren des UNESCO-Welterbes zu sensibilisieren. Das Projekt wird vom Wissenschaftsministerium des Landes Brandenburg mit 25.000 Euro sowie vom Förderverein der Stiftung finanziert und ist zunächst bis Jahresende befristet.
Vier Grundschulen nehmen teil
Insgesamt 200 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 bis 5 aus vier Schulen sind dabei: der Weidenhof-Grundschule am Schlaatz, der Grundschule am Jungfernsee, der Katholischen Marienschule in Babelsberg und der Europaschule Ketzin (Havelland). In verschiedenen Workshops und Beteiligungsformaten sollen die Kinder den Park Sanssouci erleben und gleichzeitig lernen, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit der historischen Anlage ist.
Abschlussveranstaltung im Herbst
Den vorläufigen Höhepunkt des Projekts bildet eine große Veranstaltung im Herbst in der Pflanzenhalle des Orangerieschlosses im Park Sanssouci, an der alle beteiligten Schulklassen teilnehmen werden. Die Stiftung plant, die gesammelten Erfahrungen und die gemeinsam mit den Schülern entwickelten Formate später auf andere Grünanlagen zu übertragen und das Programm für alle Potsdamer Grundschulen anzubieten, wie ein Sprecher der Stiftung mitteilte.
Klimawandel bedroht die Parkanlagen
Stiftungschef Christoph Vogtherr hatte bereits im Hauptausschuss der Stadtverordneten auf die Gefahren durch den menschengemachten Klimawandel hingewiesen. Die Hitzewelle im Juni sei eine große Belastungsprobe für die Gärtner gewesen, und erstmals mussten die Schlösser wegen Hitze geschlossen werden. Die Folgen der anhaltenden Hitze sind geschwächte Bäume und zunehmende spontane Astabbrüche. An allen Parkeingängen wurden Hinweisschilder angebracht, die Besucher zur Vorsicht mahnen. Vogtherr betonte, dass der bestehende Nutzungsdruck in den Anlagen das Problem weiter verschärfe. Seit Jahren warnt er davor, dass die Bäume mit der steigenden Wärme überfordert sind und vielerorts absterben.



