Ponys bei Reitturnier in München misshandelt – Veranstaltung abgebrochen
Ponys bei Reitturnier in München misshandelt – Veranstaltung abgebrochen

Unbekannte haben während eines Jugendturniers in München-Riem sechs Ponys gezielt misshandelt. Wie die Polizei mitteilte, sollten die Taten offenbar die Startreihenfolge der Tiere beeinflussen. Die genauen Auswirkungen auf die Platzierungen und die jungen Reiter wollte die Polizei nicht erläutern. Das Turnier wurde in der Nacht zum 15. Februar abgebrochen.

Der bayerische Reit- und Fahrverband (BRFV) sprach aus ermittlungstaktischen Gründen lediglich von dramatischen Vorfällen. Der ehemalige Geschäftsführer Wilfried Herkommer gab gegenüber dem Fachportal "equi pages" jedoch Details bekannt: Die Täter hätten bei den Ponys Mähnen, Schweife und teilweise auch Schöpfe abgeschnitten. Bei mehreren Tieren seien die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt worden.

Nach Polizeiangaben wurde keines der Pferde schwer verletzt. Herkommer berichtete jedoch von zutiefst verstörten Kindern: "Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten." Der Reitverband beauftragte daraufhin einen Sicherheitsdienst und installierte eine Videoüberwachung.

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