Am 22. Juli ist der St.-Magdalen-Tag, der Gedenktag der heiligen Maria Magdalena. Eine alte Bauernregel besagt: „Regnets am Magdalenentag, folgt noch mancher Regentag.“ Der Regen steht symbolisch für die Tränen, die Maria Magdalena um Jesus weinte. Wenn es an diesem Mittwoch regnet, könnte sich das demnach auf die nächste Zeit auswirken.
Regen am Mittwoch – vor allem im Norden und Osten
Tatsächlich gibt es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) besonders im Norden und Osten Deutschlands Regen. Im Rest des Landes ist es ebenfalls bewölkt, nur selten kommt die Sonne durch. Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagte zu BILD: „Es zieht ein Niederschlagsfeld über Deutschland, das vor allem in der Nordhälfte, in der Nacht zu Donnerstag auch weiter südlich, für Schauer und etwas Regen sorgt. Die Temperaturen gehen dabei spürbar zurück. Die Magdalena ‚weint‘ also durchaus.“ Die Temperaturen liegen bei 20 Grad an der Nordsee, bis zu 22 Grad im Osten, 22 Grad in der Mitte Deutschlands, 24 Grad im Südwesten und 26 Grad im Süden.
Wetterexperten: Bauernregel trifft nicht zu
Sieht man sich die Prognose der nächsten Tage an, trifft die alte Bauernregel jedoch nicht zu. Klimatologe Dr. Karsten Brandt erklärte gegenüber BILD: „Dann kommt wieder mehr Wärme ins Spiel. Ab Donnerstag wird es bis mindestens Samstag schön und sonnig. Die Regel taugt also nichts.“ Auch die Vorhersagen des DWD zeigen: Am Donnerstagmittag ist schon wieder Schluss mit Regen. Das Wetter ist zwar zunächst noch etwas kühler mit 20 Grad im Norden und Osten, 25 Grad in der Mitte Deutschlands und 23 Grad im Süden. Doch überall kommt die Sonne wieder durch. Ab Freitag klettern die Temperaturen dann deutlich nach oben: 22 Grad im Norden, 25 Grad in der Mitte Deutschlands und 27 Grad im Süden. Am Samstag werden im Norden 25 Grad erreicht, in der Mitte Deutschlands 29 Grad und ebenfalls 29 Grad im Süden.
Keine lange Regenperiode in Sicht
Jung bestätigte gegenüber BILD: „Von einer langen Regenperiode gibt es keine Spur. Im Gegenteil, die nächste Hitze steht schon in den Startlöchern. Es ist ein schönes Beispiel dafür, dass solche Regeln mal zufällig passen, aber keine belastbare Vorhersage über Tage und Wochen liefern können. Dafür sind sie schlicht nicht gemacht.“



