Der Asphalt glüht, die Sonne brennt – in heißen Städten wird Schatten zur kühlen Insel. Erste Navigations-Apps führen Fußgänger über kühle Pfade ans Ziel. Forscher haben berechnet, wie man kühl durch den Sommer kommt: Die billigste Klimaanlage ist Schatten.
Berlin unzureichend auf Hitze vorbereitet
Wer im Hochsommer auf den Gendarmenmarkt oder vor das Stadtschloss tritt, merkt nach spätestens zwei Minuten, dass Berlin für Hitze nicht gerüstet ist. Die Sonne brennt, das T-Shirt klebt. Dabei ließe sich das Problem mit vorhandenen Daten lösen – oder zumindest abmildern. Laut der Studie könnte eine gezielte Schattenplanung die gefühlte Temperatur um mehrere Grad senken.
Navigations-Apps mit Kühlfunktion
Einige Apps testen bereits Routen, die bevorzugt durch schattige Straßen und Parks führen. Die Technologie nutzt Satellitendaten und Baumkataster, um die kühlsten Wege zu berechnen. Erste Pilotprojekte in deutschen Städten zeigen positive Rückmeldungen von Nutzern.
„Schatten ist die günstigste und effektivste Klimaanlage“, erklärt ein Forscher der Studie. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Bäumen und Verschattungselementen in der Stadtplanung. Experten fordern daher mehr Investitionen in grüne Infrastruktur.



