Hunderte protestieren schwimmend in der Spree gegen Badeverbot
Schwimm-Demo gegen Badeverbot in der Spree

Hunderte Menschen haben in Berlin mit einer Mitschwimm-Demonstration gegen das seit Jahrzehnten geltende pauschale Badeverbot in der Spree protestiert. Ein Sprecher des Vereins Flussbad Berlin sprach von rund 500 Schwimmern und 500 weiteren Personen, die am Ufer demonstrierten. Bei hochsommerlichem Wetter stiegen die Teilnehmer am Mittag am Schinkelplatz im Bezirk Mitte in das Wasser des Spreekanals.

Unter den Demonstranten befand sich auch der Berliner SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September, Steffen Krach, der in Badehose mitschwamm. Die Aktion stand unter dem Motto „101 Jahre Badeverbot abwählen!“.

Hintergrund des Badeverbots

Das Badeverbot in der innerstädtischen Spree besteht seit dem 20. Mai 1925. Damals führten die zunehmende Verschmutzung des Flusses und damit verbundene Gesundheitsgefahren zu dem Verbot. Der Verein Flussbad Berlin argumentiert jedoch, dass die Wasserqualität heute in über 80 Prozent der Zeit ausreichend gut für sicheres Baden sei.

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Forderung nach Test-Badestelle

Der Verein fordert daher die Einrichtung einer Test-Badestelle, der möglichst weitere Badestellen folgen sollen. Laut der Badegewässerverordnung ist Baden in der Spree mitten in Berlin jedoch komplett verboten. Der Senat sieht aktuell keinen Anlass, diese Regelung zu ändern oder Ausnahmen zu ermöglichen. Die Wasserqualität könne sich beispielsweise nach einem Gewitterregen kurzfristig verschlechtern, so die Begründung.

Die Demonstration zeigt den wachsenden Druck auf die Politik, das Badeverbot zu überdenken. Ob der Senat auf die Forderungen eingehen wird, bleibt abzuwarten.

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