In Thüringen ist die Lage bei Flüssen und Grundwasser vielerorts angespannt. Wie aus dem Niedrigwasserportal des Landesumweltamts hervorgeht, wird bei den Flüssen von rund 65 Messstellen bei 53 eine niedrige oder sehr niedrige Wasserführung angezeigt. „Im Vergleich zum langjährigen Mittel sind dies relativ niedrige Wasserstände“, sagte Nils Fröhlich, Sprecher des Landesumweltamts. Derzeit sind etwa die Flussbetten von Unstrut, Gera und Ilm nicht allzu sehr gefüllt.
Grundwasser ebenfalls betroffen
Eine ähnliche Situation zeigt sich beim Grundwasser. Laut Portal ist das Grundwasser an rund 90 Messstellen extrem niedrig, bei rund 80 sehr niedrig und bei rund 55 niedrig. Bei knapp 200 der rund 460 Messstellen gibt es hingegen kein Niedrigwasser. Die Situation müsse weiter gut beobachtet werden, so der Sprecher. Als Maßnahmen bei Wasserknappheit können Landkreise und kreisfreie Städte etwa Entnahmeverbote verhängen.
Ursache: Trockenes Winterhalbjahr
An vielen Stellen sei das Grundwasser aufgrund des extrem trockenen Winterhalbjahrs niedrig, erklärte Fröhlich. Normalerweise erholten sich in dieser Zeit die Grundwasserbestände. „Da das Winterhalbjahr so trocken war, ist diese Erholung weitestgehend in vielen Teilen nicht eingetreten.“ Ob die Regenfälle der vergangenen Tage für Entspannung sorgen, lasse sich derzeit nicht sagen, denn es dauere länger, bis sich der Niederschlag beim Grundwasser bemerkbar mache. Sollte es in den kommenden Wochen mehr ergiebigen Niederschlag geben, könne sich das mittelfristig positiv auswirken.



