Waldbrand bei Paris: 300 Hektar zerstört, Autobahn gesperrt
Waldbrand bei Paris: 300 Hektar in Flammen

Außergewöhnlicher Waldbrand südlich von Paris

Im Wald von Fontainebleau, rund 50 Kilometer südlich von Paris, ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen, das sich rasch zu einem „sehr heftigen“ Brand entwickelte. Die Feuerwehr sprach von einem „außerordentlichen“ Ausmaß. Laut Yannis Bouzar, dem stellvertretenden Präfekten der Region, zerstörten die Flammen bis kurz vor 23 Uhr bereits mehr als 300 Hektar Vegetation – und die Ausbreitung hielt weiter an. Rund 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das Feuer einzudämmen.

Löschflugzeuge aus Südfrankreich angefordert

Um die Löscharbeiten zu unterstützen, wurden zwei Löschflugzeuge aus Bordeaux und Nîmes entsandt – eine ungewöhnliche Maßnahme für die Region. Eric Brocardi von der französischen Feuerwehr-Vereinigung betonte: „Es ist das erste Mal, dass Löschflugzeuge aus dem normalerweise trockeneren und heißeren Süden des Landes in die Pariser Region beordert werden.“ Zudem kamen zwei Feuerwehr-Hubschrauber und ein Überwachungsflugzeug zum Einsatz.

Verkehrsbeeinträchtigungen: A6 und Bahnstrecke betroffen

Das Feuer war am späten Nachmittag neben der Autobahn A6 ausgebrochen. Verkehrsminister Philippe Tabarot teilte mit, dass die A6, eine wichtige Verkehrsader in Richtung Süden, teilweise gesperrt werden musste. Auch der Bahnverkehr auf der Schnellzugstrecke in den Südosten Frankreichs war am ersten Ferienwochenende gestört. Die französische Bahngesellschaft SNCF meldete auf ihrer Website, dass Züge vom oder zum Pariser Bahnhof Gare de Lyon Verspätungen von bis zu sechs Stunden hatten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram