In der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg ist erneut ein Waldbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr kämpfte in der Nacht gegen die Flammen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Besonders problematisch: Das betroffene Gebiet ist mit Altmunition belastet, was die Löscharbeiten erheblich erschwert.
Brandausbruch und Ausbreitung
Das Feuer hatte sich am Samstagnachmittag gegen 15.00 Uhr auf einer munitionsbelasteten Fläche im Bereich des ehemaligen Flugfeldes und nördlich der früheren Bunkeranlage entwickelt und schnell ausgebreitet. Nach Angaben von Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos) war eine Fläche von knapp 40 Hektar betroffen. Bereits 2022 hatte es an dieser Stelle einen größeren Brand gegeben. Aufgrund des vorherigen Brandes liege viel Totholz auf der Fläche, zudem sei hüfthohes, sehr trockenes Gras gewachsen. „Die Brandlast ist hoch“, sagte Pollmer.
Einsatzkräfte und Maßnahmen
Bis zum Samstagabend waren rund 170 Einsatzkräfte alarmiert worden. Ein Löschhubschrauber unterstützte die Brandbekämpfung aus der Luft. Zudem traf am Samstagabend ein gepanzertes Löschfahrzeug aus Sachsen-Anhalt zur Unterstützung ein. Die Einsatzkräfte wollten verhindern, dass der für Sonntag angesagte böige Wind zu Funkenflug und neuen Brandausbrüchen führt. Ortschaften waren von dem Feuer zunächst nicht bedroht.
Herausforderungen durch Munitionsbelastung
Die Gohrischheide gilt wegen der im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. Teile des Naturschutzgebietes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz können von Feuerwehrkräften aufgrund der Explosionsgefahr nicht betreten werden. Dies erschwert die Bekämpfung des Feuers erheblich.
Wetterlage und Ausblick
In Sachsen herrschen derzeit große Hitze und Trockenheit, die die Brandgefahr erhöhen. Im Laufe des Sonntags sollen nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes starke Gewitter aufziehen, die möglicherweise für Entlastung sorgen könnten. Erst vor einem Jahr hatte es in der Gohrischheide den größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben.



