Paul Lemke hat sie alle: Ein Trikot, wie Andy Brehme es beim Siegtreffer gegen Argentinien trug. Eins, wie es Oliver Bierhoff gegen Tschechien anhatte. Oder eins von Mario Götze, in dem er Deutschland in Brasilien zum Weltmeister machte. DFB-Trikots von 1990 bis 2014. Paul Lemke handelt mit ihnen.
Der Student betreibt aus seinem WG-Zimmer in Berlin-Kreuzberg einen florierenden Handel mit Vintage-Fußballtrikots. Fans zahlen inzwischen mehrere Hundert Euro für die alten Shirts. Die Nachfrage nach Retro-Trikots ist enorm gestiegen, wie Lemke berichtet.
Das Geschäft mit der Nostalgie
„Die Leute wollen ein Stück Fußballgeschichte tragen“, sagt Lemke. Besonders begehrt sind Trikots von legendären Spielern und historischen Turnieren. Ein originales DFB-Trikot von 1990, wie es Brehme trug, erzielt Preise von bis zu 500 Euro. Die Shirts von Bierhoff (EM 1996) und Götze (WM 2014) sind ebenfalls stark nachgefragt.
Lemke kauft die Trikots auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden oder von Sammlern an. „Man muss ein gutes Auge für echte Stücke haben“, erklärt er. Die Nachfrage kommt nicht nur von Sammlern, sondern auch von Modebewussten, die Vintage-Look schätzen.
Vom Hobby zum Geschäftsmodell
Was als Hobby begann, ist mittlerweile ein lukratives Geschäft. Lemke hat sein Sortiment auf internationale Trikots erweitert. „Jedes Trikot erzählt eine Geschichte“, sagt er. Die Preise variieren je nach Seltenheit und Zustand. Einige Stücke sind echte Raritäten und werden für über 1000 Euro gehandelt.
Der Trend zu Retro-Fußballtrikots ist Teil einer größeren Nostalgiewelle in der Modebranche. Immer mehr Menschen suchen nach authentischen Stücken aus vergangenen Jahrzehnten.



