Die Waldbrandsaison 2025 hat in Deutschland eine Fläche von rund 26,3 Quadratkilometern zerstört – das entspricht 3676 Fußballfeldern. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn mitteilte, wurden insgesamt 1175 Waldbrände registriert. Damit hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zum regenreichen Vorjahr mehr als verdoppelt und liegt wieder im Bereich des langjährigen Durchschnitts.
Schlimmstes Waldbrandjahr seit 1991
Nach der BLE-Statistik gehört 2025 zu den Jahren mit der höchsten betroffenen Waldfläche seit 1991. Nur 1992, 2019 und 2022 waren noch größere Flächen betroffen. Hauptgrund für den Anstieg war ein Großbrand in der sächsischen Gohrischheide im Juli 2025, bei dem allein rund 1867 Hektar Wald verbrannten. Insgesamt belief sich die verbrannte Fläche auf 2626 Hektar (rund 26,3 Quadratkilometer).
Brandursachen: Unbekannt, Fahrlässigkeit, Brandstiftung
Die Ursachen der Waldbrände blieben in vielen Fällen ungeklärt: Rund 46 Prozent der Brände entstanden aus unbekannten Gründen. Etwa 27 Prozent gehen auf Fahrlässigkeit zurück – vorwiegend durch Camper, Waldbesucher oder Kinder. Rund 19 Prozent der Waldbrände wurden mutmaßlich durch Brandstiftung gelegt, so die BLE.
Sachsen und Brandenburg am stärksten betroffen
Im Ländervergleich liegt Sachsen bei der verbrannten Fläche mit 1894 Hektar vorn – vor allem aufgrund des Großbrands in der Gohrischheide. Dahinter folgen Brandenburg mit 252 Hektar und Bayern mit 224 Hektar Waldverlust. Bei der Zahl der Brände war Brandenburg mit 317 Fällen am stärksten betroffen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 135 und Niedersachsen mit 128 Bränden.
Die BLE betont, dass die Waldbrandgefahr durch Trockenheit und Klimawandel weiterhin hoch bleibt. „Die Entwicklung der Waldbrände zeigt, wie wichtig Prävention und schnelle Bekämpfung sind“, hieß es in der Mitteilung.



