Ein weiterer Wolf ist im Spree-Neiße-Kreis im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das Tier lief am Morgen auf der Landstraße zwischen Drachhausen und Fehrow vor ein Auto und erlag seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Autofahrerin blieb unverletzt, ihr Fahrzeug war jedoch nach der Kollision nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt.
Häufigste Todesursache für Wölfe: Straßenverkehr
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Wolfstoten in Brandenburg ein. Immer wieder kommt es im Spree-Neiße-Kreis und anderen Regionen des Bundeslandes zu tödlichen Zusammenstößen mit Fahrzeugen. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt ist der Straßenverkehr die häufigste Todesursache für Wölfe in Deutschland. Im vergangenen Jahr starben in Brandenburg 39 Wölfe im Straßenverkehr, in diesem Jahr sind es bislang zehn bestätigte Fälle. Zudem verzeichnet die Behörde in ihrer aktuellen Übersicht zwei Funde toter Wölfe, die auf illegale Tötung hindeuten.
Wolfbeauftragte eingeschaltet
Bei jedem solchen Unfall werden Wolfbeauftragte hinzugezogen, um den Vorfall zu dokumentieren und das Tier zu untersuchen. Die meisten Wolfsrudel in Deutschland leben nach aktuellen Erhebungen in Brandenburg und Niedersachsen. Im Zeitraum 2024/2025 waren diese beiden Bundesländer die Hauptverbreitungsgebiete der streng geschützten Tiere.



