Im Kreis Segeberg hat die Polizei einen Autofahrer in Gewahrsam genommen, der einen Feuerwehrmann während eines Rettungseinsatzes attackiert haben soll. Der Vorfall ereignete sich am 3. Juli 2026 in Kaltenkirchen, als die Feuerwehr die Straße für einen medizinischen Notfall in einer Arztpraxis in beide Richtungen sperrte. Der Fahrer wollte die Absperrung ignorieren und beschimpfte sowie griff einen Helfer körperlich an.
Attacke während Rettungseinsatz
Nach Angaben der Feuerwehr versuchte der Mann nach der Attacke wegzufahren und gefährdete dabei weitere Einsatzkräfte. Diese mussten sich mit einem Sprung retten, um nicht verletzt zu werden. Weitere Einsatzkräfte konnten den Fahrer stoppen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den Mann ein.
Innenministerin zeigt sich fassungslos
Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU) äußerte sich entsetzt: „Einsatzkräfte, die einen Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation retten wollten, wurden angegriffen, weil man nicht schnell genug an einem Einsatzort vorbei kam. Das ist verachtenswert und vor allem unentschuldbar.“ Sie betonte die Unverhältnismäßigkeit der Tat und forderte Konsequenzen.
Reaktionen und Folgen
Der Vorfall wirft erneut Fragen nach dem Schutz von Einsatzkräften auf. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Autofahrer befindet sich weiterhin in Gewahrsam. Die Feuerwehr Kaltenkirchen zeigte sich erschüttert und dankte den Kollegen für ihr beherztes Eingreifen.



