Ausgebüxter Affe verursacht Mopedunfall im Kyffhäuserkreis
Ausgebüxter Affe verursacht Mopedunfall

Ein aus dem Affenwald Straußberg ausgebüxter Berberaffe hat am Freitagnachmittag im Kyffhäuserkreis einen Verkehrsunfall verursacht. Ein 16-jähriger Mopedfahrer wurde bei dem Vorfall leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden beläuft sich auf rund 2.500 Euro. Der Affe blieb unverletzt und flüchtete in den angrenzenden Wald.

Unfallhergang auf der Landstraße

Der Jugendliche war auf der Landstraße zwischen Straußberg und Kleinfurra unterwegs, als der Affe plötzlich die Fahrbahn auf Höhe der Sommerrodelbahn überquerte. Um einen Zusammenstoß mit dem Tier zu vermeiden, leitete der Mopedfahrer ein abruptes Ausweichmanöver ein. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.

Der Tierhalter war nach Polizeiangaben sofort vor Ort und bedauerte den Vorfall. Er zeigte sich kooperativ und kümmerte sich um die Rückführung des Affen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Unfalls und prüft, ob der Halter seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.

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Hintergrund zum Affenwald Straußberg

Der privat betriebene Affenwald Straußberg ist ein vier Hektar großer Erlebnispark im Kyffhäuserkreis. Er beherbergt freilaufende Berberaffen, Kattas, Varis und Kängurus. Besucher können die Tiere ohne trennende Zäune oder Gitter erleben. Die Tiere leben in einem Freigehege und haben teilweise Zugang zu angrenzenden Waldflächen. Wie genau der Affe ausbüxen konnte, wird derzeit untersucht.

Der Affenwald ist ein beliebtes Ausflugsziel und verfügt über eine Sommerrodelbahn sowie weitere Attraktionen. Nach Angaben des Betreibers sind die Tiere an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, dennoch werden Besucher stets zur Vorsicht ermahnt. Dieser Vorfall zeigt jedoch, dass auch unvorhergesehene Zwischenfälle möglich sind.

Reaktionen und Konsequenzen

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor plötzlichen Tierbegegnungen auf Landstraßen. „Gerade in ländlichen Regionen kann es immer wieder zu Ausweichmanövern kommen. Wir raten zu vorausschauender Fahrweise und angepasster Geschwindigkeit“, sagte ein Sprecher. Der Mopedfahrer wurde nach dem Sturz ambulant behandelt, er trug leichte Schürfwunden davon. Der Affe wurde unverletzt zurückgebracht.

Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Freigehegen auf. Der Affenwald betont, dass bisher keine derartigen Vorfälle bekannt seien. Man werde die Gehege überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um ein erneutes Ausbrechen zu verhindern. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung liegt bislang nicht vor.

Ähnliche Vorfälle in der Region

Im Kyffhäuserkreis kommt es immer wieder zu Wildunfällen, jedoch sind Ausbrüche von Affen äußerst selten. Der letzte bekannte Fall eines ausgebüxten Zootieres ereignete sich vor zwei Jahren in einem angrenzenden Landkreis, als ein Luchs aus einem Gehege entkam. Damals blieb ein Zusammenstoß mit Fahrzeugen aus. Die Polizei appelliert an Tierhalter, ihre Einrichtungen regelmäßig auf Sicherheit zu prüfen.

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