Bei einer Schwerpunktkontrolle auf der Autobahn 9 nahe Brück haben Polizeibeamte im Ferienverkehr insgesamt 54 Wohnmobile und Wohnwagenanhänger überprüft. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: In 15 Fällen waren die Fahrzeuge teils erheblich überladen, wie die Polizei mitteilte. Bei acht dieser Fahrzeuge wurde die Weiterfahrt sofort untersagt.
Motorroller im Wohnmobil sorgt für Überladung
Ein besonders krasser Fall betraf einen Fahrer, der in seinem Wohnmobil einen Motorroller transportierte. Das Fahrzeug war dadurch um einen mittleren dreistelligen Betrag überladen. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und leiteten ein Bußgeldverfahren ein.
Neben Überladungen entdeckten die Kontrolleure auch technische Mängel. Bei einem Wohnmobil war die Bremse defekt, zudem trat Diesel aus einer beschädigten Leitung aus. Auch dieses Fahrzeug durfte nicht weiterfahren. Insgesamt ahndeten die Polizisten mehrere Verstöße, darunter auch fehlende oder abgelaufene Warndreiecke und Verbandskästen.
Schwerpunkte der Kontrolle
Die Kontrollaktion fand auf dem Rastplatz „Hoher Fläming“ an der A9 in Fahrtrichtung Berlin statt. Ziel war es, die Sicherheit im Reiseverkehr zu erhöhen, da Wohnmobile und Wohnwagenanhänger in den Ferien vermehrt unterwegs sind. Die Polizei kündigte an, auch in den kommenden Wochen weitere Kontrollen durchzuführen.
„Überladene Fahrzeuge stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da sie das Fahrverhalten negativ beeinflussen und die Bremswege verlängern“, erklärte ein Polizeisprecher. „Wir appellieren an alle Reisenden, vor Fahrtantritt das zulässige Gesamtgewicht ihres Fahrzeugs zu prüfen und die Ladung korrekt zu sichern.“
Statistik der Kontrolle
Von den 54 kontrollierten Fahrzeugen wurden 15 als überladen eingestuft, was einer Quote von knapp 28 Prozent entspricht. Acht Fahrzeuge (rund 15 Prozent) durften nicht weiterfahren. Die Polizei stellte zudem mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen technischer Mängel und fehlender Ausrüstung.



