Seit mehreren Wochen brodelt an einem Nordberliner Gymnasium ein Verkehrskonflikt. Das Bertha-von-Suttner Gymnasium in Reinickendorf, unweit des S-Bahnhofs Schönholz gelegen, ist Schauplatz einer hitzigen Auseinandersetzung. Auslöser ist die Umwandlung des angrenzenden Büdnerrings in eine Einbahnstraße Ende vergangenen Jahres. Diese darf von Fahrradfahrern nicht in entgegengesetzter Richtung befahren werden.
Alltägliche Konfrontationen
Fast täglich kommt es zu brenzligen Situationen: Schüler, die mit ihren Fahrrädern auf dem Gehweg unterwegs sind, treffen auf spazierende Anwohner. Die Stimmung ist angespannt, wie ein Anwohner berichtet: „Ich hetz’ den Hund auf dich!“ soll ein Schüler gerufen haben. Die Polizei wurde bereits mehrfach gerufen, doch eine nachhaltige Lösung ist nicht in Sicht.
Ursachen des Problems
Die Einbahnstraße zwingt Radfahrer zu Umwegen, weshalb viele Schüler den Gehweg nutzen. Anwohner fühlen sich dadurch bedrängt und gefährdet. Die Schulleitung zeigt sich besorgt, verweist aber auf die Zuständigkeit der Verkehrsbehörde. Bisherige Gespräche zwischen Schule, Bezirk und Polizei blieben ergebnislos.
Auswirkungen auf den Schulalltag
Die Situation belastet das Schulklima. Lehrer berichten von zunehmenden Konflikten zwischen Schülern und Anwohnern. Einige Eltern fordern eine temporäre Verkehrsberuhigung oder einen eigenen Radweg. Die Bezirksverwaltung prüft derzeit mögliche Maßnahmen, darunter eine Änderung der Verkehrsführung.
Suche nach Lösungen
Bislang gibt es keine konkreten Pläne zur Entschärfung des Konflikts. Die Einrichtung einer Fahrradstraße oder die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für Radfahrer sind im Gespräch. Bis dahin appellieren alle Beteiligten an mehr Rücksichtnahme und gegenseitiges Verständnis.



