Wichtiger Baufortschritt an der Ringbahnbrücke
Die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Ringbahnbrücke an der A100 im Westen Berlins erreichen einen entscheidenden Schritt. Von Freitag, dem 10. Juli, bis Montagmorgen werden die vormontierten Überbauteile für das neue Brückenbauwerk in ihre endgültige Lage eingehoben. Dies gab die zuständige Projektgesellschaft Deges bekannt.
Für Fahrgäste der Berliner Ringbahn bringt dieser Bauabschnitt jedoch erhebliche Einschränkungen mit sich. Die S-Bahn-Linien S41 und S42 sind von Freitagmittag bis Montagmorgen zwischen den Stationen Halensee und Westend unterbrochen. Als Ersatz richtet die S-Bahn einen barrierefreien Busverkehr ein.
Politischer Besuch und Livestream
Für Freitagnachmittag um 15:30 Uhr hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) seinen Besuch an der Baustelle unweit des S-Bahnhofs Westkreuz angekündigt. Am selben Tag steht im Bundesrat die Beratung des neuen Infrastruktur-Zukunftsgesetzes auf der Tagesordnung, das die Beschleunigung solcher Projekte wie der Ringbahnbrücke zum Ziel hat.
Neben Schnieder werden auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Michael Güntner, erwartet. Die Arbeiten am Einheben der Brückenteile sollen per Livestream im Internet verfolgt werden können.
Hintergrund: Marode Brücken und Neubau
Auf der A100 im Berliner Westen werden derzeit sowohl die Westend- als auch die Ringbahnbrücke neu gebaut. Die alten Bauwerke waren marode und mussten im vergangenen Jahr kurzfristig gesperrt und anschließend abgerissen werden. Der Neubau beider Brücken soll im Sommer 2027 abgeschlossen sein und für den Verkehr freigegeben werden.
Der Ersatzneubau der Ringbahnbrücke ist ein zentrales Infrastrukturprojekt in Berlin, das die Verkehrssicherheit auf der stark befahrenen A100 erhöhen und die Ringbahn wieder durchgängig nutzbar machen soll. Die Bauarbeiten werden von der Deges im Auftrag der Autobahn GmbH durchgeführt.



