Gedenkveranstaltungen in Pasewalk erinnern an Deportation jüdischer Bürger 1940
Pasewalk gedenkt Deportation jüdischer Bürger 1940

Gedenkveranstaltungen in Pasewalk erinnern an Deportation jüdischer Bürger 1940

Am 12. Februar 1940 wurden 13 jüdische Bürger aus Pasewalk vom Bahnhof der Stadt in den Tod deportiert. Dieses erschütternde Ereignis markiert ein dunkles Kapitel der lokalen Geschichte, das nun durch feierliche Gedenkveranstaltungen in Erinnerung gerufen wird. Die Stadt Pasewalk begeht diesen Tag mit einer Reihe von Aktivitäten, die das Andenken an die Opfer wachhalten und zugleich als Mahnung gegen das Vergessen dienen sollen.

Programm der Gedenkveranstaltungen

Um 10 Uhr werden am Gleis 4 des Pasewalker Bahnhofs Blumen niedergelegt, um symbolisch an den Ort der Deportation zu erinnern. Diese einfache, aber bedeutungsvolle Geste soll die Verbundenheit mit den Opfern ausdrücken. Um 16 Uhr folgt eine offizielle Gedenkveranstaltung am St. Spiritus 3, die von lokalen und regionalen Vertretern begleitet wird.

Während dieser Veranstaltung wird die App „Stolpersteine Digital“ vorgestellt. Die Präsentation erfolgt durch Kulturministerin Bettina Martin (SPD), den Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt, das Museum der Stadt Pasewalk und den Förderverein des Museums der Stadt Pasewalk. Diese digitale Initiative zielt darauf ab, die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft durch moderne Technologie zugänglich zu machen und zu bewahren.

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Ausstellung und Mahnmal

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung wird im Rathaus Pasewalk eine Ausstellung über die einstigen jüdischen Mitbürger der Stadt gezeigt. Diese Exposition bietet Einblicke in das Leben und Schicksal der jüdischen Gemeinschaft in Pasewalk und trägt dazu bei, ihre Geschichte für nachfolgende Generationen zu dokumentieren.

Zur dauerhaften Erinnerung verlegte der Künstler Gunter Demnig vor einem Jahr am Gleis 4 des Pasewalker Bahnhofs eine Stolperschwelle. Dieses Mahnmal soll das Andenken an die Opfer bewahren und zugleich eine eindringliche Mahnung gegen das Vergessen sein. Die Stolperschwelle markiert zudem den Abschluss der Stolpersteinverlegungen in Pasewalk, die insgesamt den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gewidmet sind.

Die Gedenkveranstaltungen in Pasewalk unterstreichen die Bedeutung des Erinnerns an historische Ereignisse, um aus der Vergangenheit zu lernen und eine menschenwürdige Zukunft zu gestalten. Durch diese Aktivitäten wird die Stadt ihrer Verantwortung gerecht, die Erinnerung an die deportierten jüdischen Bürger wachzuhalten und ihr Vermächtnis zu ehren.

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