Öko-Test-Studie enthüllt: Bio-Porridges überzeugen, konventionelle Produkte fallen durch
Für ein schnelles Frühstück greifen viele Verbraucher zu Instantporridge mit getrockneten Früchten. Doch ein aktueller Test der Zeitschrift Öko-Test (Ausgabe 03/2026) zeigt deutliche Qualitätsunterschiede zwischen Bio- und konventionellen Produkten auf. Während alle elf mit Bestnote bewerteten Porridges aus biologischem Anbau stammen, konnten die konventionellen Instant-Mischungen die Experten nicht überzeugen.
Pestizidbelastung und Mineralölrückstände in konventionellen Porridges
Das beauftragte Labor fand in 5 von 19 getesteten Instantporridges mit Beeren oder Früchten eine Pestizidbelastung. Diese reichte von einzelnen Spuren bis hin zu einem regelrechten Cocktail aus zehn verschiedenen Spritzgiften. Besonders bedenklich bewerten die Öko-Tester dabei Fungizide, die potenziell das Hormonsystem stören können.
„Ein solches Zusammentreffen mehrerer Pestizide in einem Lebensmittel sehen wir kritisch, denn mögliche Wechselwirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht“, schreiben die Tester. In drei Produkten wurden zudem Mineralölbestandteile und Schimmelpilzgifte nachgewiesen.
Zuckergehalte variieren stark – Experten empfehlen Selbstzubereitung
Die getesteten Instantporridges wiesen Zuckergehalte zwischen 3 und 22 Prozent auf. Dabei handelt es sich nicht nur um natürliche Fruchtsüße, sondern teilweise um zugesetzte Süßungsmittel wie:
- Ananassirup
- Fruchtsaftkonzentrate
- gezuckerte Beerengranulate
- Vollrohrzucker
Da Öko-Test erst ab einem Zuckergehalt von 25 Prozent Notenabzüge vornimmt, blieben alle Produkte in dieser Kategorie unbeanstandet. Dennoch rät Öko-Test-Redakteurin Heike Baier: „Wer Wert auf eine zuckerarme Ernährung legt, bereitet sein Porridge am besten selbst zu.“
Test-Ergebnisse im Überblick
Von den 19 getesteten Instant-Frucht-Porridges schnitten ab:
- 11 Produkte mit „sehr gut“ (ausschließlich Bio-Porridges)
- 2 Produkte mit „gut“
- 4 Produkte mit „befriedigend“
- 1 Produkt mit „ausreichend“
- 1 Produkt komplett durchgefallen
Die Preisspanne der getesteten Produkte lag zwischen 2,65 und 8,69 Euro für 500 Gramm.
Fazit: Frisches Obst statt Trockenfrüchte
Die Experten von Öko-Test empfehlen Verbrauchern, statt zu Instantporridge mit getrockneten Früchten lieber selbstgemachten Haferbrei mit frischem Obst zuzubereiten. So vermeidet man nicht nur mögliche Pestizidbelastungen und unnötige Kalorien durch Trockenfrüchte, sondern hat auch die volle Kontrolle über die Zutaten und den Zuckergehalt.
Für den schnellen Morgen empfiehlt sich daher: Haferflocken mit frischem Obst kombinieren – gesünder, sicherer und oft auch geschmackvoller als viele Fertigprodukte.



