Vegetarische Frühlingsrollen mit Fleisch: Rewe ruft Tiefkühlprodukt zurück
Ein gravierender Fehler in der Produktion hat zu einem umfangreichen Rückruf bei der Supermarktkette Rewe geführt. Die als vegetarisch deklarierten „ja! Frühlingsrollen mit feinem Gemüse“ enthalten fälschlicherweise Hähnchenfleisch und nicht gekennzeichnete Senfsaat. Dies stellt insbesondere für Allergiker eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar.
Doppelte Verwechslung mit schwerwiegenden Folgen
Der niederländische Hersteller Albert van Zoonen B.V. hat bei der Sortierung des Verpackungsmaterials einen folgenschweren Fehler begangen. Statt der vegetarischen Variante wurden Frühlingsrollen mit Hähnchenfleisch in Verpackungen abgefüllt, die das V-Label für vegetarische Produkte tragen. Noch bedenklicher ist jedoch die nicht deklarierte Senfsaat, die bei entsprechend sensibilisierten Personen zu schweren allergischen Reaktionen führen kann.
Rewe-Sprecherin Kirsten Hensen betont: „Die fehlende Kennzeichnung des Allergens Senf stellt für Allergikerinnen und Allergiker eine akute Gesundheitsgefahr dar. Während das versehentlich enthaltene Hähnchenfleisch keine unmittelbare Gesundheitsgefahr wie ein nicht deklariertes Allergen darstellt, kann die Senfsaat schwere Reaktionen auslösen.“
Betroffene Regionen und konkrete Produktinformationen
Der Rückruf betrifft die Charge L26019 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 19.04.2027. Die fehlerhaften Packungen wurden in folgenden Bundesländern verkauft:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Hessen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
Kunden, die das Produkt erworben haben, werden dringend dazu aufgefordert, es nicht zu verzehren. Besonders Menschen mit einer Senf-Allergie sollten äußerste Vorsicht walten lassen, da bereits kleinste Mengen zu Symptomen wie Juckreiz, Atemnot oder sogar einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen können.
So handeln betroffene Verbraucher richtig
Rewe bietet allen Kunden eine unkomplizierte Rückgabemöglichkeit an. Die Ware kann in jeder Rewe-Filiale zurückgegeben werden – auch ohne Vorlage des Kassenbons. Kunden erhalten den vollen Kaufpreis erstattet. Die Supermarktkette entschuldigt sich ausdrücklich für den entstandenen Ärger und die potenzielle Gesundheitsgefährdung.
Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Bedeutung korrekter Lebensmittelkennzeichnungen und sorgfältiger Produktionsprozesse. Für Vegetarier und Veganer, die bewusst auf Fleisch verzichten, ist der Verzehr von tierischen Produkten nicht nur ein ethisches Problem, sondern kann auch gesundheitliche Konsequenzen haben. Die gleichzeitige Präsenz eines nicht deklarierten Allergens macht diese Verwechslung besonders riskant.



