Pakt für Pflege in Brandenburg wird dauerhaft gesichert – Uckermark profitiert
Pflege-Pakt in Brandenburg wird dauerhaft gesichert

Pflegeprojekte in der Uckermark erhalten dauerhafte Perspektive

Das Projekt „Pflege vor Ort“ in Kommunen der Uckermark könnte dauerhaft gesichert werden. Im Koalitionsvertrag der brandenburgischen Landesregierung ist die Verstetigung des Pakts für Pflege ausdrücklich vorgesehen. Diese Entwicklung bedeutet eine nachhaltige Verbesserung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in der Region.

Freude bei Projektpartnern auf Gesundheitsmesse

Die erste Gesundheitsmesse im Boitzenburger Land wurde von erfreulichen Nachrichten begleitet. Sozialdezernent Henryk Wichmann, Landrätin Karina Dörk (CDU) und CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Fährmann berichteten über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU. Demnach soll das niederschwellige Angebot der Daseinsvorsorge in einem Landesgesetz verankert werden, was das jährliche Bangen um Fördermittel beenden würde.

Erfolgsgeschichte im Boitzenburger Land

Die Gemeinde Boitzenburger Land gehörte 2021 zu den ersten Kommunen im Landkreis, die den Pakt für Pflege nutzten. Seitdem wird das Projekt maßgeblich vom ehrenamtlichen Engagement vieler Mitstreiter getragen. Pflegekoordinatorin Elli Horn brachte Pflegedienste, Alltagshelfer und andere Dienstleister zusammen, um bei regelmäßigen Pflegestammtischen Betreuungsprobleme gemeinsam zu lösen.

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Bürgermeister Frank Zimmermann würdigte das Engagement: „Es war ein glücklicher Zufall, dass wir damals Elli Horn trafen.“ Die 75-jährige Koordinatorin hat zahlreiche Ehrenamtler um sich geschart und betont: „Ohne deren Unterstützung hätte ich das alles gar nicht geschafft.“

Herausforderungen bleiben bestehen

Trotz der positiven Entwicklung bleiben die Herausforderungen groß. Bürgermeister Zimmermann weist darauf hin, dass die Babyboomer gerade erst ins Rentenalter kommen und die Anzahl der Pflegebedürftigen weiter steigen wird. Die Projekte leisten wichtige Arbeit:

  • Sie holen Menschen aus der Einsamkeit
  • Vermitteln Informationen über Hilfsangebote
  • Organisieren Nachbarschaftshilfe
  • Bieten regelmäßige Veranstaltungen an

Bürokratieabbau als weiteres Ziel

Landtagsabgeordnete Ellen Fährmann setzt sich nicht nur für den Pakt für Pflege ein, sondern auch für den Abbau bürokratischer Hürden. Sie fordert:

  1. Abschaffung des Personenbeförderungsscheins für ambulante Pflegedienste
  2. Überprüfung der Pflichten für Ein-Bett-Zimmer in stationären Einrichtungen
  3. Reduzierung der Dokumentationspflichten für Pflegefachkräfte

Wirtschaftliche Belastungen durch Kraftstoffpreise

Ein aktuelles Problem betrifft die wirtschaftliche Situation von Pflegediensten und Alltagshelfern. Corinna Loebert von den Alltagshelfern der Loebert & Schwank GbR berichtet: „Die Nachfrage nach unseren Hilfen ist groß. Wir betreuen mit unseren 15 Mitarbeitern 350 Klienten nicht nur rund um Boitzenburg, sondern bis nach Prenzlau und Templin.“ Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs stellen dabei eine zusätzliche Belastung dar, die eine optimierte Fahrtenkoordination erforderlich macht.

Die dauerhafte Sicherung des Pakts für Pflege bietet dennoch eine verlässliche Grundlage, um diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen und die Pflegeversorgung in der Uckermark langfristig zu stärken.

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