Sharon Stone überwältigt: Tränen und Dresscode-Bruch beim Wiener Opernball
Das glitzernde Treiben am Wiener Opernball hat bei Hollywood-Star Sharon Stone für große Emotionen gesorgt. Die US-Schauspielerin zeigte sich auf dem roten Teppich sichtlich bewegt und musste das Event sogar kurzzeitig verlassen.
Emotionale Momente für die Hollywood-Ikone
„Ich bin etwas überwältigt“, sagte Sharon Stone unter Tränen gegenüber dem ORF. Die 67-jährige Schauspielerin, bekannt aus Filmen wie „Basic Instinct“, gestand: „Es hat mir ehrlich gesagt den Atem geraubt.“ Unmittelbar nach diesem emotionalen Auftritt kehrte sie kurzzeitig ins Hotel zurück. Ein Sprecher ihres Gastgebers, des Süßwaren-Unternehmers Karl Guschlbauer, erklärte: „Sie musste sich frisch machen.“ Anschließend nahm Stone in ihrer Loge beim Ball Platz.
Die Schauspielerin zeigte sich begeistert von der Atmosphäre des österreichischen Staatsballs und sprach von einem „Meer an Eleganz“. Sie betonte besonders das Gefühl von Einigkeit und kulturellem Stolz, das die Veranstaltung ausstrahle. Stone trug eine Robe im Stil des Wiener Jugendstil-Malers Gustav Klimt, die der kürzlich verstorbene Star-Designer Valentino einst speziell für sie entworfen hatte.
Fran Drescher bricht mit Tradition
Für weiteren US-Glamour sorgte Schauspielerin Fran Drescher, bekannt aus der Serie „The Nanny“. Der TV-Publikumsliebling besuchte das Event in einem schwarzen Damen-Smoking mit Jackett und Rock und widersetzte sich damit bewusst dem offiziellen Dresscode. Dieser schreibt für Damen eigentlich ein bodenlanges Ballkleid vor.
Drescher, die jüngst im mehrfach oscarnominierten Film „Marty Supreme“ die Mutter von Hauptdarsteller Timothée Chalamet spielte, setzte damit ein modisches Statement auf dem traditionsreichen Ball.
Internationale Prominenz und hohe Preise
Unter den rund 5.000 Gästen tummelten sich zahlreiche bekannte Gesichter aus dem In- und Ausland. Aus Deutschland waren unter anderem Comedian Oliver Pocher mit seiner Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden sowie die Frontmänner von The BossHoss, Sascha Vollmer und Alec Völkel, anwesend.
Auch britischer Adel war vertreten: Die 33-jährigen Zwillinge Lady Eliza Spencer und Lady Amelia Spencer, Nichten der 1997 tödlich verunglückten Prinzessin Diana, gehörten zu den prominenten Gästen.
Die Eröffnungszeremonie wurde dieses Jahr mit viel Broadway-Flair gestaltet. Auf dem Programm standen unter anderem die „Maria“-Arie und die Balkonszene aus Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“.
Kostspieliges Vergnügen
Der Wiener Opernball gilt als gesellschaftlicher Höhepunkt in Österreich und ist entsprechend kostspielig. Eine einfache Eintrittskarte kostet 410 Euro, während die besten Logen für stolze 26.000 Euro zu haben sind.
Auch die Verpflegung ist preisintensiv: Für Würstel mit Semmel oder Gulaschsuppe waren jeweils 18 Euro zu bezahlen, ein Glas Champagner kostete 39 Euro. Für die Sicherheit der Gäste, darunter Österreichs Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen, sorgten rund 400 zivile und uniformierte Beamte.
Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie Tradition und moderner Glamour auf dem Wiener Opernball zusammenfinden – von emotionalen Hollywood-Stars bis zu dresscode-brechenden TV-Ikonen.



