Regisseur enttäuscht: ARD-Tochter stoppt „Krause“-Filmreihe nach Tod des Hauptdarstellers
Keine Fortsetzung der „Krause“-Filmreihe nach Horst Krauses Tod

Das Ende einer Ära: „Krause“-Filmreihe wird nicht fortgesetzt

Fans der beliebten Filmreihe um den brandenburgischen Dorfpolizisten Horst Krause müssen sich von Hoffnungen auf neue Folgen verabschieden. Nach dem Tod des Hauptdarstellers im Jahr 2025 hat die ARD-Tochter Degeto in Frankfurt am Main entschieden, die Produktion nicht fortzusetzen – eine Entscheidung, die beim Regisseur der Reihe auf massive Kritik stößt.

Respektvolle Entscheidung oder verpasste Chance?

Christoph Pellander, Redaktionsleiter der ARD Degeto, begründete die Entscheidung gegenüber der Presse mit Respekt vor dem verstorbenen Schauspieler und seiner ikonischen Figur. „Die wunderbare Horst-Krause-Reihe steht und fällt mit der Hauptfigur Horst Krause. Daher möchten wir in Absprache mit dem RBB den einzigartigen Kosmos um Horst Krause bei ihm belassen, gerade aus Respekt vor dem Schauspieler, der von ihm gespielten Figur und dem Publikum“, erklärte Pellander. Diese Position wird von der Produktionsfirma als endgültig und nicht verhandelbar dargestellt.

Regisseur Böhlich übt scharfe Kritik

Regisseur Bernd Böhlich, der die Filmreihe maßgeblich geprägt hat, reagierte enttäuscht und verärgert auf die Entscheidung. In einem Interview mit der Zeitschrift „Superillu“ kritisierte er die Machtverteilung innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: „Die Degeto Film hat meiner Meinung nach zu viel Entscheidungsgewalt gegenüber den Sendern, in unserem Fall dem rbb. Und im fernen Hessen scheint man nicht zu wissen, wie beliebt und identitätsstiftend die ‚Krause‘-Filme sind – auch, was ein positives Image Brandenburgs und des Ostens allgemein angeht. Äußerst schade!“

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Böhlich hatte konkrete Pläne für eine Fortsetzung der Reihe, die auch nach dem Tod von Horst Krause Geschichten aus dem fiktiven brandenburgischen Ort Schönhorst erzählen sollte. Als neuer Hauptdarsteller war Jörg Schüttauf vorgesehen, der bereits in einer früheren „Krause“-Folge den Filmsohn gespielt hatte und auch als „Tatort“-Kommissar bekannt ist.

Das Vermächtnis von Horst Krause

Der Schauspieler Horst Krause, der 2025 im Alter von 83 Jahren im brandenburgischen Teltow starb, wurde durch seine Rolle als Polizeihauptmeister in der Krimireihe „Polizeiruf 110“ und später durch die eigenständige „Krause“-Filmreihe deutschlandweit bekannt. In den Filmen fuhr er stets mit seinem Hund als Sozius auf dem Motorrad durch die brandenburgische Landschaft und verkörperte damit eine sympathische, bodenständige Figur, die beim Publikum große Beliebtheit genoss.

Die ARD Degeto verwies angesichts der Kritik auf ihr umfangreiches Engagement für Filmproduktionen in Ost- und Mitteldeutschland. Das Unternehmen betonte, es sei ein großes Anliegen, mit Produktionen von Rügen bis Görlitz deutschlandweit präsent zu sein und die unterschiedlichen Regionen abzubilden. Dennoch bleibt die Entscheidung, die „Krause“-Reihe nicht fortzusetzen, endgültig – zum Bedauern vieler Fans und des kreativen Teams hinter den Filmen.

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